Juristischer Gegenwind prallt an Alphabet derzeit ab. In Großbritannien droht dem Google-Mutterkonzern eine neue Sammelklage über drei Milliarden Pfund. An der Börse dominiert hingegen Euphorie. Die Aktie markierte am Freitag mit 339,45 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresanfang steht ein Plus von 26 Prozent auf der Anzeigetafel.
Vorwurf der Marktmanipulation
Die Kanzlei KP Law vertritt britische Werbekunden. Der Vorwurf lautet auf Missbrauch der Marktmacht bei Online-Display-Werbung. Google soll eigene Dienste bevorzugt und Konkurrenten verdrängt haben. Ein Google-Sprecher wies die Anschuldigungen als unbegründet zurück.
Die Klage reiht sich in eine globale Prozesswelle ein. Die Europäische Union verhängte bereits eine Kartellstrafe von fast drei Milliarden Euro. Auch in den USA laufen Berufungsverfahren mit dem Justizministerium.
Cloud-Geschäft als Wachstumstreiber
Investoren ignorieren diese Baustellen. Sie fokussieren sich auf das operative Geschäft. Im Auftaktquartal stieg der Konzernumsatz um 22 Prozent auf knapp 110 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn kletterte um 81 Prozent.
Den stärksten Impuls lieferte Google Cloud. Der Umsatz der Sparte sprang um 63 Prozent nach oben. Laut CEO Sundar Pichai treiben KI-Lösungen für Unternehmen dieses Wachstum. Der Auftragsbestand der Cloud-Sparte liegt mittlerweile bei 460 Milliarden Dollar.
Milliarden für die Infrastruktur
Dieses Tempo hat seinen Preis. Alphabet investiert massiv in neue Rechenzentren und KI-Infrastruktur. Die Kapitalausgaben verdoppelten sich im ersten Quartal auf 35,7 Milliarden Dollar.
Das Management hob die Prognose für das Gesamtjahr deutlich an. Der Konzern plant nun Ausgaben zwischen 180 und 190 Milliarden Dollar. Finanzchefin Anat Ashkenazi kündigte für 2027 weitere Steigerungen an.
Aktionäre profitieren direkt von der starken Bilanz. Alphabet zahlt eine um fünf Prozent höhere Quartalsdividende von 0,22 Dollar je Aktie.
Der Blick richtet sich nun auf die Produktpipeline. Am 19. und 20. Mai veranstaltet der Konzern die Entwicklerkonferenz Google I/O. Dort wird das Management neue Details zur KI-Strategie präsentieren.
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