Alphabet Aktie: Rasante Abwärtsfahrt?

Das britische Oberhaus stimmt für ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige, das Plattformen wie YouTube zu strengen Alterskontrollen zwingen könnte. Gleichzeitig warnt YouTube-CEO Mohan vor einer Flut an KI-Inhalten.

Alphabet Aktie
Kurz & knapp:
  • Britisches Oberhaus stimmt für Social-Media-Verbot unter 16
  • YouTube-CEO erklärt Kampf gegen KI-Spam zur Top-Priorität
  • Australien zeigt mit Millionen gelöschten Accounts mögliche Folgen
  • Wachsender regulatorischer Druck auf Alphabet-Tochter YouTube

Das britische Oberhaus hat am Mittwochabend mit deutlicher Mehrheit für ein Social-Media-Verbot für unter 16-Jährige gestimmt. Das Votum von 261 zu 150 Stimmen setzt die Labour-Regierung von Premierminister Keir Starmer massiv unter Druck. Die Entscheidung muss nun das Unterhaus prüfen – und könnte weitreichende Folgen für Plattformen wie YouTube haben.

Der Änderungsantrag zum „Children’s Wellbeing and Schools Bill“ sieht vor, dass Social-Media-Anbieter innerhalb von zwölf Monaten nach Inkrafttreten hochwirksame Altersüberprüfungen implementieren müssen. Unterstützt wurde die Initiative zuletzt auch von Schauspieler Hugh Grant. Die Starmer-Regierung zeigt sich zwar nicht mehr komplett ablehnend, will aber zunächst eine dreimonatige Konsultationsphase zur Prüfung von Vor- und Nachteilen durchführen.

YouTube-Chef warnt vor KI-Flut

Ausgerechnet in dieser politisch brisanten Phase meldet sich YouTube-CEO Neal Mohan mit einer deutlichen Warnung zu Wort. In seinem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbrief erklärte er den Kampf gegen minderwertige KI-Inhalte und Deepfakes zur obersten Priorität für 2026. Die Unterscheidung zwischen echten und KI-generierten Inhalten werde zunehmend schwieriger, so Mohan.

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Die Plattform verzeichnet eine regelrechte Schwemme an sogenanntem „AI Slop“ – minderwertigen, automatisch generierten Videos. Im Dezember nutzten mehr als eine Million Kanäle täglich YouTubes KI-Erstellungstools. Mohan kündigte verschärfte Systeme zur Spam- und Clickbait-Bekämpfung an sowie verstärkte Kennzeichnungspflichten für KI-generierte Inhalte.

Australien prescht vor

Einen Vorgeschmack auf mögliche Konsequenzen liefert Australien. Dort trat im Dezember ein entsprechendes Verbot in Kraft – mit drastischen Folgen: Seither wurden nach Regierungsangaben mehr als 4,7 Millionen Accounts von Kindern und Jugendlichen deaktiviert, gelöscht oder eingeschränkt.

Für Deutschland wäre eine nationale Umsetzung aufgrund des europäischen Binnenmarkts erheblich komplizierter. Doch der Druck auf Social-Media-Konzerne wächst – und damit auch die regulatorischen Risiken für die YouTube-Mutter Alphabet.

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