Alstom liefert zwar solide Umsatzzahlen, aber die Kunden zögern. Während die Erlöse im ersten Quartal steigen, bricht das Neugeschäft massiv ein. Dieser Kontrast prägt die aktuelle Lage des französischen Bahntechnik-Riesen.

Der Konzern steigerte seinen Quartalsumsatz um knapp fünf Prozent auf 4,73 Milliarden Euro. Besonders die Schienenfahrzeuge und der Servicebereich trieben dieses Wachstum an. Die Sparte Services legte dabei organisch um zehn Prozent zu.

Lücke im Orderbuch

Der Auftragseingang sackte parallel dazu um 37 Prozent auf 2,56 Milliarden Euro ab. Damit liegt das Verhältnis von Aufträgen zu Umsatz (Book-to-Bill) bei nur 0,5. Ein Jahr zuvor erreichte dieser Wert noch 0,9.

Konzernchef Martin Sion verweist auf saisonale Effekte und eine hohe Vergleichsbasis aus dem Vorjahr. Er rechnet mit einer spürbaren Beschleunigung in den kommenden Monaten. Operativ punktete Alstom zuletzt mit der offiziellen Zulassung des neuen Hochgeschwindigkeitszugs TGV-M.

Analysten stützen Erholungskurs

Die Aktie beendete die Handelswoche bei 15,97 Euro. Trotz einer leichten Erholung bleibt die Bilanz seit Jahresbeginn mit einem Minus von 36 Prozent schwach. Der Kurs notiert zudem deutlich unter seinem 200-Tage-Durchschnitt von 21,79 Euro.

Die Investmentbank Jefferies belässt den Titel auf „Buy“ mit einem Kursziel von 25 Euro. Die Analysten hatten mit dem weichen Auftragseingang gerechnet. JPMorgan bestätigt die Einstufung „Overweight“ und verweist auf das dicke Polster: Der Auftragsbestand liegt bei 102,8 Milliarden Euro.

Das Management bestätigt die Prognose für das Geschäftsjahr 2026/27. Die operative Marge soll bei rund 6,5 Prozent liegen. Details zur mittelfristigen Strategie will Alstom auf einem Kapitalmarkttag Anfang 2027 präsentieren.