Alstom baut sein Geschäft in Saudi-Arabien weiter aus. Der französische Zughersteller hat mit der Royal Commission for Riyadh City einen Vertrag über rund 460 Millionen Euro unterzeichnet. Geliefert werden zusätzliche fahrerlose Metrozüge für die Linien 3, 4 und 6 der Riyadh Metro.

Der Auftrag baut auf einer bestehenden Partnerschaft auf. Alstom hat bereits 116 fahrerlose Züge für das Netz geliefert, das seit Ende 2024 im Passagierbetrieb ist und nach Unternehmensangaben mittlerweile mehr als 100 Millionen Fahrgäste befördert hat. Die neuen Fahrzeuge sollen die Kapazität erhöhen und die Taktfrequenz verbessern, gewartet werden sie im Rahmen des bestehenden Betriebs- und Wartungsvertrags für die drei Linien.

Technik mit Blick auf die Expo 2030

Die zusätzlichen Züge kommen auf der Yellow Line zum Einsatz, die während der Weltausstellung 2030 in Riad eine zentrale Rolle spielen soll. Dabei setzt Alstom auf die bewährte Kombination aus Metropolis-Zügen und der Urbalis-CBTC-Signaltechnik — ein System, das dichtere Zugfolgen in Spitzenzeiten ermöglicht.

Der Auftrag wird im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2026/27 in den Büchern erfasst. Für Alstom ist Saudi-Arabien kein neuer Markt: Das Unternehmen ist dort bereits seit 1951 präsent und hat in Riad seinen regionalen Hauptsitz für den Nahen Osten angesiedelt.

Die Alstom-Aktie schloss zuletzt bei 14,73 Euro, ein Plus von 1,24 Prozent gegenüber dem Vortag. Der Riad-Auftrag reiht sich in eine Serie von Großbestellungen aus der Golfregion ein und unterstreicht, wie stark sich Alstom auf den Ausbau automatisierter Metrosysteme im Nahen Osten konzentriert — ein Markt, der angesichts der Vorbereitungen für die Expo 2030 in den kommenden Jahren weiter wachsen dürfte.