Nur wenige Tage nach der Verkündung einer historischen Partnerschaft mit OpenAI holt die geopolitische Realität den Tech-Giganten ein. Drohnenangriffe im Nahen Osten haben AWS-Datenzentren beschädigt und eine beispiellose Infrastrukturkrise ausgelöst. Während Amazon Milliarden in die KI-Zukunft investiert, zeigt dieser Vorfall eine neue, physische Verwundbarkeit des Cloud-Geschäfts auf.
Infrastruktur unter Beschuss
Amazon sieht sich mit einer ernsten Krise konfrontiert: Drei AWS-Datenzentren in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und eine Anlage in Bahrain wurden durch Drohnenangriffe beschädigt. Es ist das erste Mal, dass Rechenzentren eines großen US-Tech-Konzerns direktes Ziel militärischer Aktionen wurden. Experten ordnen die Angriffe als wahrscheinliche Reaktion des Iran auf vorangegangene US- und israelische Militärschläge ein.
Die Auswirkungen sind spürbar. In der VAE-Region sind zwei von drei Verfügbarkeitszonen signifikant beeinträchtigt, was zu Ausfällen bei kritischen Cloud-Diensten führt. Die Folgen strahlen auf die lokale Wirtschaft ab: Große Bankhäuser wie die Emirates NBD oder die First Abu Dhabi Bank meldeten Störungen bei ihren mobilen Apps und Online-Banking-Diensten. Amazon warnt, dass die operative Lage im Nahen Osten „unberechenbar“ bleibe.
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Der Kontrast: KI-Hoffnung trifft auf Realität
Der Zeitpunkt könnte für Amazon kaum ungünstiger sein. Erst vor Kurzem hatte der Konzern eine strategische Allianz mit OpenAI verkündet, die Investitionen von bis zu 50 Milliarden Dollar vorsieht. Im Gegenzug verpflichtete sich der ChatGPT-Entwickler, über die nächsten acht Jahre Cloud-Dienste im Wert von 100 Milliarden Dollar bei AWS zu buchen.
Dieser Deal sollte eigentlich die Sorgen der Wall Street bezüglich der massiven Ausgaben dämpfen. Analysten sahen darin einen klaren Beweis für die technologische Führungsrolle von AWS. Nun jedoch rückt die physische Sicherheit dieser teuren Infrastruktur in den Vordergrund. Die Strategie, die VAE als regionales KI-Hub zu etablieren, erhält durch die Sicherheitslage Risse.
Teure Zukunftspläne belasten den Kurs
Bereits vor den Angriffen stand die Amazon-Aktie unter Druck. Trotz eines Umsatzwachstums von 14 Prozent im vierten Quartal 2025 reagierten Anleger nervös auf die explodierenden Kosten. Die Investitionsausgaben (Capex) für 2026 werden auf rund 200 Milliarden Dollar geschätzt – 54 Milliarden mehr als von Analysten erwartet.
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Diese aggressive Investitionspolitik in künstliche Intelligenz hat ihren Preis: Für 2026 wird erstmals seit 2022 wieder ein negativer Free Cash Flow von über einer halben Milliarde Dollar prognostiziert. Dies spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der seit Jahresbeginn fast 8 Prozent verloren hat und aktuell bei rund 178 Euro notiert. Damit zählt das Papier zu den schwächsten Werten unter den großen Technologiekonzernen.
Bewertung und Risikoprofil
Trotz der aktuellen Turbulenzen weisen Marktbeobachter auf die historisch niedrige Bewertung hin. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von rund 22 handelt die Aktie deutlich unter ihrem 20-Jahres-Durchschnitt von 50. Das Papier wird mit einem Rekordabschlag gegenüber dem Nasdaq 100 gehandelt.
Das fundamentale Wachstum von AWS, das zuletzt um 24 Prozent zulegte, bleibt intakt. Dennoch hat sich das Risikoprofil verändert: Die Expansion in geopolitisch sensible Regionen ist nun kein rein theoretisches Risiko mehr, sondern eine operative Hürde, die neben den hohen Kapitalkosten die Margen und die Nerven der Anleger belastet.
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