Amazon Aktie: Heute verloren?

Amazon-Aktie verliert nach Quartalszahlen über elf Prozent, da ein unerwartet hohes Investitionsvolumen von 200 Milliarden Dollar für 2026 die Gewinnmargen belastet.

Amazon Aktie
Kurz & knapp:
  • Nachbörslicher Kursverlust von über elf Prozent
  • 200-Milliarden-Dollar-Investition für 2026 angekündigt
  • Solide Quartalszahlen werden von Ausblick überschattet
  • Analysten passen Kursziele nach unten an

Die Amazon-Aktie steht heute unter massivem Druck. Nach Vorlage der Zahlen für das vierte Quartal 2025 sackte der Kurs nachbörslich um mehr als elf Prozent ab. Der Auslöser: Konzernchef Andy Jassy kündigte an, im Jahr 2026 rund 200 Milliarden Dollar in die Infrastruktur zu investieren – deutlich mehr, als der Markt erwartet hatte.

Oberflächlich betrachtet präsentierte Amazon solide Quartalszahlen. Der Umsatz kletterte erstmals über die Marke von 213 Milliarden Dollar, ein Plus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Beim Gewinn je Aktie erreichte das Unternehmen 1,95 Dollar und bewegte sich damit im Rahmen der Erwartungen. Doch die Anleger blicken nicht zurück, sondern nach vorne – und dort werden die Sorgen größer.

Investitionsmarathon belastet die Margen

Die angekündigten Investitionen in dreistelliger Milliardenhöhe zielen auf den Ausbau der Cloud- und Handelsinfrastruktur ab. Ein erheblicher Teil fließt in die Entwicklung von Künstlicher Intelligenz. Während diese Strategie langfristig das Fundament für weiteres Wachstum legen soll, sehen Investoren aktuell vor allem eines: schwindende Gewinnmargen.

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Hinzu kommt der enttäuschende Ausblick für das erste Quartal 2026. Die Ergebnisse dürften schwächer ausfallen als erhofft, da die hohen Aufwendungen durchschlagen. Brad Erickson von RBC bezeichnete die Quartalszahlen als „oberflächlich solide“, mahnte aber an, dass die Investitionshöhe ein Sorgenfaktor sei – zumal auch Alphabet parallel massive Summen in die KI-Infrastruktur steckt.

Analysten senken Kursziele

Goldman Sachs reagierte prompt und kürzte das Kursziel von 300 auf 280 Dollar, bekräftigte aber die Kaufempfehlung. Analyst Eric Sheridan betonte, Amazon lege sich klar auf einen Investitionszyklus fest. Das Problem: Die Märkte bewerten derzeit hohe Investitionen ohne direkten Umsatzerfolg äußerst kritisch.

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RBC hält ebenfalls an der „Outperform“-Einstufung mit einem Ziel von 300 Dollar fest, warnt jedoch vor den kurzfristigen Belastungen. Die Unsicherheit, wann sich die Milliarden-Investitionen auszahlen werden, drückt auf die Stimmung.

Für Amazon wird 2026 zum Bewährungsjahr. Das Unternehmen muss beweisen, dass der massive Kapitalaufwand nicht nur Geld kostet, sondern auch spürbare Wachstumsimpulse liefert. Bis dahin dürfte die Aktie volatil bleiben – die Bären haben vorerst die Oberhand.

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