Ein bemerkenswerter Wechsel an der Weltspitze: Amazon hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erstmals den Handelsriesen Walmart beim Jahresumsatz überholt und sich als umsatzstärkstes Unternehmen der Welt etabliert. Während Walmart auf 713,2 Milliarden Dollar kam, erzielte Amazon 716,9 Milliarden Dollar – nach mehr als zehn Jahren Walmart-Dominanz ein historischer Meilenstein.
Der Vorsprung mag mit 3,7 Milliarden Dollar zunächst überschaubar wirken, doch die Entwicklung dahinter ist eindeutig: Amazon wächst deutlich schneller als der traditionelle Einzelhändler. Verantwortlich für diesen Erfolg ist nicht allein das klassische Onlinegeschäft.
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Cloud-Geschäft als Wachstumsmotor
Das IT-Infrastrukturgeschäft AWS (Amazon Web Services) entwickelt sich zum entscheidenden Unterschied. Die Cloud-Sparte liefert nicht nur beeindruckende Umsätze, sondern vor allem deutlich höhere Margen als das Handelsgeschäft. Diese Diversifizierung zahlt sich aus: Während Walmart weitgehend auf den stationären und digitalen Handel angewiesen bleibt, erschließt Amazon mit AWS, Werbung und Prime-Abonnements zusätzliche hochmargige Erlösquellen.
Allerdings verlief nicht alles reibungslos: Im Dezember erlitt AWS eine 13-stündige Unterbrechung in einem Kostenmanagementsystem. Auslöser war das unternehmenseigene KI-Tool Kiro, das bei automatisierten Änderungen eine Umgebung löschte und neu erstellte. Amazon stuft den Vorfall als begrenzt ein und führt ihn auf Benutzerfehler bei der Zugriffskontrolle zurück. Betroffen war lediglich eine Region in China – nicht die Kerndienste für Rechenleistung, Speicher oder Datenbanken.
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Juristischer Rückenwind aus Washington
Zusätzlichen Auftrieb erhielt die Amazon-Aktie am Donnerstag durch eine Entscheidung des Obersten Gerichtshofs: Mit 6 zu 3 Stimmen kassierten die Richter zentrale Strafzölle von Präsident Trump. Das Internationale Notstandsgesetz biete keine ausreichende Grundlage für Zollverhängungen, so das Urteil. Für den gesamten E-Commerce-Sektor, einschließlich Amazon, bedeutet dies weniger Unsicherheit und potenziell niedrigere Importkosten. Die Aktie legte daraufhin um mehr als zwei Prozent zu.
Die Kombination aus Rekord-Umsätzen, diversifizierter Erlösstruktur und einem günstigen regulatorischen Umfeld stärkt Amazons Position. Der Cloud-Vorfall zeigt zwar, dass auch bei hochautomatisierten Systemen Vorsicht geboten ist. Doch gemessen am Gesamtbild bleibt die strategische Ausrichtung intakt: Amazon nutzt seine Größe und technologische Führungsposition konsequent aus – und setzt damit neue Maßstäbe für die gesamte Branche.
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