Amazons Aktie hat am Freitag eine psychologisch wichtige Marke verloren. Der Kurs fiel unter die 200-Dollar-Schwelle — und das mit einem Tagesverlust von gut vier Prozent, während der S&P 500 nur rund ein Prozent nachgab. Hinter der Underperformance stecken zwei Themen, die sich gegenseitig verstärken: geopolitische Unsicherheit und wachsende Skepsis gegenüber Amazons massivem Investitionsprogramm.
Geopolitik trifft auf Ausgabendisziplin
Berichte über eine Eskalation im Nahen Osten, darunter Vorfälle in der Straße von Hormus, haben zuletzt Kapital aus wachstumsstarken Technologiewerten herausgezogen. Zyklische Sektoren und Rohstoffe profitieren von dieser Rotation — Amazon gehört zu den Verlierern.
Hinzu kommt die Debatte über Amazons Investitionsstrategie. Für 2026 plant das Unternehmen rund 200 Milliarden Dollar an Investitionsausgaben, nach 131,8 Milliarden im Vorjahr. Der Großteil fließt in KI-Infrastruktur und den Ausbau der AWS-Rechenzentren. Die Folge: Erstmals seit 2022 droht Amazon einen negativen freien Cashflow zu verbuchen. Bereits 2025 war der freie Cashflow um fast 66 Prozent auf 11,2 Milliarden Dollar eingebrochen.
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Analysten optimistisch, Institutionelle vorsichtig
Trotz des Kursdrucks haben Citi und JPMorgan in dieser Woche ihre Kursziele angehoben — auf 285 beziehungsweise 280 Dollar. JPMorgan bezeichnete die Aktie als „Best Idea“. Beide Häuser begründen ihren Optimismus mit einer erwarteten Wachstumsbeschleunigung bei AWS auf 28 bis 29 Prozent im laufenden Jahr, getrieben durch die hauseigenen KI-Chips Trainium und Graviton.
Auf institutioneller Seite zeigt sich dagegen Zurückhaltung. Diversified Trust Co. reduzierte seine Position um 3,5 Prozent, und auch Unternehmensinsider haben zuletzt netto verkauft — rund 71.700 Aktien in den vergangenen 90 Tagen.
Mit einem Kursverlust von gut zehn Prozent seit Jahresbeginn und einem Abstand von mehr als 20 Prozent zum 52-Wochen-Hoch steht die Aktie unter merklichem Druck. Entscheidend dürfte werden, ob die Q1-Zahlen — die in den kommenden Wochen erwartet werden — eine Beschleunigung im Cloud-Geschäft belegen, die die Cashflow-Belastung durch das Investitionsprogramm rechtfertigt.
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