Volle Kinosäle und ein kaufwütiger Chef reichen nicht aus, um die AMC-Aktie stabil zu halten. Am Freitag rutschte das Papier des Kinobetreibers deutlich ins Minus. Die Marktreaktion steht in hartem Kontrast zu den jüngsten Erfolgsmeldungen aus dem operativen Geschäft.

Operative Stärke trifft auf Marktdruck

Im Mai strömten weltweit 25,5 Millionen Menschen in die Kinos von AMC. Das markiert den höchsten Wert für diesen Monat seit dem Jahr 2019. Blockbuster wie „The Mandalorian and Grogu“ oder „Project Hail Mary“ trieben die Besucherzahlen massiv an.

Indes arbeitet das Management intensiv an der Bilanz. Im Mai zahlte AMC Schulden in Höhe von 156 Millionen US-Dollar zurück. Eine weitere Tranche von 425 Millionen US-Dollar für die Tochter Odeon wurde bis 2031 refinanziert.

Insiderkäufe und Finanzdaten

CEO Adam Aron setzte im Mai ein persönliches Zeichen. Er kaufte 250.000 Aktien zum Preis von 1,38 US-Dollar pro Stück. Sein direkter Anteil stieg damit auf über 2,4 Millionen Papiere.

Derweil explodierte am Optionenmarkt das Volumen der Kaufoptionen um 161 Prozent gegenüber dem Durchschnitt. Trotz eines Umsatzsprungs von 21 Prozent im ersten Quartal bleibt die Profitabilität jedoch ein Thema. Der Verlust je Aktie lag mit 0,36 US-Dollar leicht über den Schätzungen.

Die Aktie notiert aktuell bei 1,56 Euro, was einem Tagesminus von fast neun Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn liegt der Titel zwar rund 15 Prozent im Plus. Vom 52-Wochen-Hoch bei 3,05 Euro bleibt AMC jedoch weit entfernt.