Innerhalb von 48 Stunden hat AMD eine bemerkenswerte Partnerschaftsoffensive in Asien gestartet. CEO Lisa Su reiste erstmals seit ihrem Amtsantritt 2014 nach Korea — und nutzte die Zeit für gleich mehrere strategisch bedeutsame Abkommen. Das Ziel dahinter ist klar: AMD will Nvidia in der globalen KI-Infrastruktur ernsthaft herausfordern.
Deals in Seoul: Samsung und NAVER
Den Auftakt machte eine Vereinbarung mit Samsung Electronics. AMD wählt Samsung als primären Lieferanten für HBM4-Hochbandbreitenspeicher für die kommende Instinct-MI455X-GPU sowie für DRAM-Lösungen der sechsten EPYC-CPU-Generation mit dem Codenamen „Venice“. Zusätzlich sondieren beide Unternehmen eine mögliche Foundry-Partnerschaft.
Unmittelbar danach unterzeichnete Su mit NAVER-CEO Soo Yeon Choi eine Kooperationsvereinbarung. NAVER Cloud plant, AMD-EPYC-Prozessoren breiter einzusetzen und erhält frühzeitigen Zugang zu den MI455X-GPUs. Besonders bemerkenswert: NAVERs großes Sprachmodell „HyperCLOVA X“ soll künftig auf AMDs GPU-Umgebung laufen — ein Schritt, der NAVERs Abhängigkeit von Nvidia-Hardware reduzieren könnte.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?
Helios, Meta und die Zahlen dahinter
Bereits am 16. März hatte AMD gemeinsam mit Celestica die Zusammenarbeit an der offenen Rack-Scale-Plattform „Helios“ angekündigt. Celestica übernimmt Entwicklung und Fertigung von Scale-up-Netzwerk-Switches auf Basis des Open Compute Project, die die MI450-GPU-Generation verbinden sollen. Verfügbar für Kunden wird Helios voraussichtlich Ende 2026.
Die strategische Logik dahinter: AMD will nicht länger nur einzelne Beschleuniger verkaufen, sondern vollständige Rack-Scale-Systeme liefern — vergleichbar mit dem Ansatz von Nvidia. Der Einsatz offener Standards wie Ultra Accelerator Link over Ethernet macht das System für Kunden attraktiv, die keine proprietäre Infrastruktur eines einzigen Anbieters wollen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei AMD?
Untermauert wird die Expansion durch starke Geschäftszahlen. Im Gesamtjahr 2025 erzielte AMD einen Rekordumsatz von 34,6 Milliarden US-Dollar. Das Rechenzentrumsgeschäft wuchs um 32 Prozent auf 16,6 Milliarden Dollar und macht inzwischen knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes aus. Meta Platforms hat sich zudem zu einem 100-Milliarden-Dollar-Abkommen verpflichtet, das den Kauf von MI450-GPUs und EPYC-Prozessoren umfasst. Zusammen mit OpenAI hält AMD damit Zusagen über 12 Gigawatt GPU-Kapazität für die kommenden Jahre.
AMD peilt für das Rechenzentrumsgeschäft ein jährliches Wachstum von mehr als 60 Prozent über die nächsten drei bis fünf Jahre an — mit dem Ziel, die KI-Umsätze bis 2027 auf mehrere zehn Milliarden Dollar zu skalieren. Die Aktie notiert aktuell rund 24 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch vom Oktober 2025, was zeigt, dass der Markt die Ambitionen des Unternehmens noch nicht vollständig eingepreist hat.
AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 19. März liefert die Antwort:
Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 19. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

