Amphenol hat gestern im Sog des breiten Ausverkaufs bei Aktien mit Bezug zu KI und Rechenzentren 9,3% verloren. Reuters zufolge belasteten schwache Qualcomm-Zahlen sowie Sorgen, ein von Demokraten kontrollierter Kongress könnte Investitionen in die KI-Infrastruktur bremsen, die Stimmung an der Wall Street.

Medienberichten zufolge fürchteten Anleger nach den Wahlerfolgen der Demokraten auch mögliche Moratorien für Rechenzentren. Diese Befürchtungen bildeten das Branchenumfeld des Kursrückgangs, nicht eine neue Ankündigung von Amphenol.

Barclays erhöhte das Kursziel

Noch am Montag hatte Barclays das Kursziel für Amphenol von 100 $ auf 111 $ angehoben. Die Analysten behielten ihre Einstufung „Übergewichten“ bei. Damit ging die höhere Zielmarke nicht mit einer Änderung des Anlageurteils einher.

Rekordzahlen und neues Rückkaufprogramm

Amphenol hatte am 28. Oktober für das dritte Quartal 2026 einen Rekordumsatz von 10,2 Milliarden $ gemeldet. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach das einem Zuwachs von 65%.

Das bereinigte verwässerte Ergebnis je Aktie erreichte nach Unternehmensangaben 0,80 $. Es stieg damit um 74%. Der Auftragseingang belief sich im selben Quartal auf 12,2 Milliarden $.

Für das vierte Quartal 2026 stellte Amphenol einen Umsatz zwischen 10,3 und 10,5 Milliarden $ in Aussicht. Beim bereinigten verwässerten Ergebnis je Aktie erwartet das Unternehmen eine Spanne von 0,81 bis 0,83 $.

Zusammen mit den Quartalszahlen kündigte Amphenol eine Erhöhung der vierteljährlichen Dividende um 20% auf 0,15 $ je Aktie an.

Außerdem kündigte das Unternehmen ein neues Aktienrückkaufprogramm über 4 Milliarden $ an. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren und gilt ab dem 1. Januar 2027.