Ams Osram Aktie: Hauptversammlung am 10. Juni

Aktionäre müssen Depotbestätigung bis 5. Juni einreichen. Kursrückgang nach Rekordhoch, Aufsichtsratswahl und Verkaufserlöse im Fokus.

Ams Osram Aktie
Kurz & knapp:
  • Einreichfrist für Depotbestätigung endet bald
  • Kurs fällt nach 52-Wochen-Hoch deutlich
  • Aufsichtsratswahl bei Hauptversammlung zentral
  • Verkaufserlöse von rund 670 Millionen Euro erwartet

Nur noch wenige Tage haben Aktionäre Zeit, ihre Depotbestätigung einzureichen. Der Nachweisstichtag für die Hauptversammlung am 10. Juni ist der 31. Mai 2026. Die Unterlagen müssen bis spätestens 5. Juni bei der Gesellschaft sein. Wer mitstimmen will, sollte jetzt handeln.

Die Aktie steht unter Druck: Am Dienstag fiel der Kurs um 8,43 Prozent auf 23,90 Euro. Dabei hat das Papier seit Jahresbeginn 181 Prozent zugelegt. Erst am Vortag markierte es mit 26,10 Euro ein neues 52-Wochen-Hoch.

Aufsichtsratswahl im Fokus

Auf der Tagesordnung stehen die üblichen Pflichtpunkte: Jahresabschluss 2025, Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat, Wahl des Abschlussprüfers und Abstimmung über den Vergütungsbericht. Hinzu kommen Satzungsänderungen und die Aufhebung eines bedingten Kapitals aus dem Jahr 2017.

Besondere Aufmerksamkeit verdient Punkt 6: die Wahlen in den Aufsichtsrat. Die Mandate von Andreas Gerstenmayer und Arunjai Mittal laufen mit der Hauptversammlung aus. Zwei freie Posten bei einem Unternehmen im tiefgreifenden Umbau sind selten Formsache.

Milliarden-Erlöse aus Desinvestitionen

Der Verkauf der nicht-optischen Sensoren an Infineon läuft planmäßig. Der Abschluss wird für das zweite Quartal 2026 erwartet. Die Kartellprüfung ist der letzte große Unsicherheitsfaktor. Aus den verschiedenen Desinvestitionen rechnet ams Osram mit rund 670 Millionen Euro.

Das Ziel: Die jährlichen Finanzierungskosten sollen bis 2028 von bis zu 300 Millionen Euro auf unter 150 Millionen Euro sinken.

Ende März 2026 lag die Liquidität bei 1,317 Milliarden Euro, die Nettoverschuldung bei 1,071 Milliarden Euro. Für 2026 stellt der Konzern einen freien Cashflow von über 300 Millionen Euro in Aussicht. Dieser hängt allerdings stark an Verkaufserlösen. Ab 2027 soll der operative Cashflow positiv werden.

Stimmen die Aktionäre den Vorschlägen zu und schließen die Verkäufe wie erwartet, gewinnt der Vorstand Spielraum. Dann rückt das Kerngeschäft Digital Photonics noch stärker in den Mittelpunkt der Bewertung.

Am 10. Juni, 10 Uhr, fällt die Entscheidung.

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