Ams Osram: UBS vs. Barclays um 3,40 Franken

Analysten uneins über Ams Osram: UBS rät zum Kauf, Barclays senkt Kursziel. Hohe Goldpreise und starker Dollar belasten das erste Quartal.

Ams Osram Aktie
Kurz & knapp:
  • UBS bekräftigt Kaufempfehlung für Aktie
  • Barclays senkt Kursziel auf zehn Franken
  • Erlös aus Sensorverkauf soll Schulden senken
  • Goldpreis und Dollar drücken Quartalsmarge

Über 50 Prozent Kursgewinn seit Jahresbeginn — und trotzdem streiten Analysten darüber, wie viel davon gerechtfertigt ist. Bei Ams Osram klaffen operative Realität und Markterwartung spürbar auseinander.

Zwei Banken, zwei Welten

Am 27. April sorgten gegensätzliche Analystenstimmen für erhöhtes Handelsvolumen. Die UBS bekräftigte ihre Kaufempfehlung mit einem Kursziel von 13,40 Schweizer Franken. Barclays-Analyst Simon Coles sieht das anders: Er beließ die Aktie auf „Equal Weight“ und senkte sein Kursziel auf 10,00 Schweizer Franken. Als Grund nannte er anhaltende Unsicherheit bei der Nachfrage nach Sensorlösungen.

Der Kurs schloss gestern bei 12,90 Euro — deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 10,13 Euro, aber rund sieben Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch. Das zeigt, wie eng die Luft nach oben geworden ist.

Erstes Quartal unter Druck

Das erste Quartal wird kein Selbstläufer. Das Management erwartet einen Umsatz zwischen 710 und 810 Millionen Euro. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei rund 15 Prozent liegen — spürbar unter dem Vorjahresniveau.

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Zwei externe Faktoren belasten die Marge besonders: Steigende Goldpreise treiben die Kosten in der Chipherstellung. Ferner drückt der starke US-Dollar auf die Kostenstruktur.

Verkauf als Schlüssel zum Schuldenabbau

Das Programm „Simplify“ soll die jährlichen Kosten bis 2028 um rund 200 Millionen Euro senken. Den größten Hebel bildet der geplante Verkauf des analogen Sensorgeschäfts an Infineon — voraussichtlich im zweiten Quartal 2026. Der erwartete Erlös von rund 570 Millionen Euro fließt direkt in den Schuldenabbau.

Das Ziel: Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA von derzeit 3,3 auf etwa 2,5 zu drücken. Entscheidend dafür ist die Freigabe durch die Kartellbehörden. Die steht noch aus — und mit ihr die Grundlage für den nächsten Schritt der Transformation.

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