Europas größter Vermögensverwalter überrascht mit starken Zahlen zum Jahresabschluss. Am 3. Februar 2025 meldete Amundi für das vierte Quartal Nettozuflüsse von 20,9 Milliarden Euro – deutlich über den Analystenschätzungen von 16,1 Milliarden Euro. Das verwaltete Vermögen kletterte auf den Allzeit-Höchststand von 2,38 Billionen Euro, ein Plus von 6,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Besonders bemerkenswert: Die Pariser zeigen sich so selbstbewusst, dass sie ab dem 4. Februar ein Aktienrückkaufprogramm über 500 Millionen Euro starten. Verteilt über etwa ein Jahr soll das Programm laufen – ein klares Signal an die Investoren.
Dollar-Flucht treibt Zuflüsse
Was steckt hinter den starken Mittelzuflüssen? CEO Valérie Baudson lieferte eine aufschlussreiche Erklärung: Die geopolitische Unsicherheit treibt Anleger in die Diversifikation. Der deutliche Rückgang des US-Dollar habe Investitionsentscheidungen bei amerikanischen Assets beeinflusst. Zunächst flossen die Gelder in Gold, doch dann setzte eine Gegenbewegung ein.
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„Wir haben begonnen, eine ganze Reihe von Investments in Europa zu sehen, die echte Diversifikationsinvestments waren oder darauf abzielten, die Sensitivität gegenüber dem Dollar und US-Assets zu reduzieren“, erklärte Baudson gegenüber Reportern.
Solide Zahlen mit Fragezeichen
Die bereinigte Vorsteuerrendite stieg im vierten Quartal um 12,3 Prozent auf 519 Millionen Euro. Der bereinigte Nettogewinn lag bei 376 Millionen Euro oder 1,82 Euro je Aktie – nahezu unverändert zum Vorjahr. Die bereinigte Nettomarge kletterte um 8,2 Prozent auf 899 Millionen Euro, verglichen mit 831 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.
Allerdings: Der GAAP-Nettogewinn fiel auf 346 Millionen Euro (1,68 Euro je Aktie), verglichen mit 349 Millionen Euro (1,70 Euro je Aktie) im Vorjahr. Verantwortlich dafür war eine außerordentliche Restrukturierungsbelastung von 8 Millionen Euro im Rahmen des Optimierungsplans.
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Für das Gesamtjahr 2025 sprang der Gewinn um 22 Prozent auf 1,59 Milliarden Euro. Die vorgeschlagene Dividende: 4,25 Euro je Aktie.
UniCredit-Vertrag schwebt über allem
Doch eine Unsicherheit bleibt: Der Vertriebsvertrag mit der italienischen UniCredit läuft im Juli 2027 aus. Über diesen Kanal verwaltet Amundi immerhin 86 Milliarden Euro. „Die Situation hat sich nicht geändert; der Vertrag kann verlängert werden oder auch nicht“, erklärte Baudson knapp. Analysten beobachten diese Entwicklung mit Argusaugen.
Während US-Giganten wie BlackRock mit 14 Billionen US-Dollar verwalteten Assets in anderen Dimensionen operieren, positioniert sich Amundi zunehmend in Wachstumsmärkten. Der Fokus: Private Credit und Infrastruktur. Die Investition in den britischen Alternative-Asset-Manager ICG im vergangenen Jahr war ein erster Schritt. Bis 2028 peilt das Unternehmen kumulative Nettozuflüsse von über 300 Milliarden Euro an – die Hälfte davon soll aus Asien kommen.
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