Anglo American Aktie: Kupfer soll über 50 Prozent EBITDA bringen

Der Bergbaukonzern treibt den Verkauf von Kohleminen voran und setzt verstärkt auf Kupfer, Eisenerz und Düngemittel.

Anglo American Aktie
Kurz & knapp:
  • Verkauf der Stahlkohleminen geplant
  • Fokus auf Kupfer, Eisenerz und Düngemittel
  • Erlös aus australischem Kohlegeschäft erzielt
  • Analysten bewerten Aktie mit 'Moderate Buy'

Der Bergbaukonzern Anglo American macht Fortschritte bei seiner Neuausrichtung. Der Aktienkurs reagierte zuletzt positiv auf die Fortschritte des Restrukturierungsprogramms. Im Mittelpunkt steht die Fokussierung auf Kupfer, Eisenerz und Düngemittel.

Portfolio wird schlanker

CEO Duncan Wanblad treibt den Wandel voran. Ein zentraler Baustein ist der geplante Verkauf der Stahlkohleminen. Das Unternehmen will künftig mehr als die Hälfte seines operativen Ergebnisses (EBITDA) mit Kupfer erwirtschaften. Das zeigt den klaren Abschied von kohlenstoffintensiven Geschäften.

Ein erster großer Schritt ist geschafft. Im Mai verkaufte Anglo American sein australisches Stahlkohlegeschäft. Der Erlös: bis zu 3,875 Milliarden Dollar. Marktbeobachter sehen darin ein Signal, dass der Konzern seine Strategie konsequent umsetzt.

Analysten uneins – Ausblick bleibt offen

Die Stimmung im Minensektor ist gemischt. Rohstoffpreise und geopolitische Entwicklungen belasten die Branche. Der FTSE 100 zeigt sich angespannt. Anglo American kann sich dem nicht entziehen.

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Das Analystenurteil lautet „Moderate Buy“. Die Bewertung hängt stark vom Gelingen des Umbaus ab. Entscheidend sind der Verkauf weiterer Nicht-Kern-Assets und die operative Performance der verbleibenden Minen.

Parallel dazu treibt das Management die Düngemittelprojekte voran. Auch die Eisenerzsparte soll optimiert werden. Die Börse wartet auf weitere Milliarden-Erlöse aus Abgängen. Diese könnten die Kapitalstruktur deutlich verbessern.

Kurz gesagt: Anglo American stellt sich breit auf für die Zukunft. Die Richtung stimmt, die Umsetzung läuft. Die nächsten Monate werden zeigen, ob der Umbau auch am Markt belohnt wird – oder ob die Rohstoffkonjunktur noch einen Strich durch die Rechnung macht.

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Über Dieter Jaworski 4581 Artikel

Über mich: Systematisch und fundiert investieren

Als unabhängiger Finanzanalyst unterstütze ich seit 2002 private und institutionelle Anleger bei der Entwicklung nachhaltiger Finanzstrategien. Meine Leidenschaft für Finanzen und Zahlen reicht jedoch viel weiter zurück – über 40 Jahre. Diese langjährige Begeisterung, kombiniert mit über zwei Jahrzehnten professioneller Erfahrung in Aktienanalyse und Vermögensaufbau, bildet die Basis meiner Arbeit.

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Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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