Maersk navigiert durch schwieriges Fahrwasser. Die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten hinterlassen tiefe Spuren in der Quartalsbilanz. Trotzdem lieferte der dänische Reederei-Riese Zahlen ab, die über den Schätzungen vieler Analysten lagen.
Die Börse zeigt sich wenig beeindruckt. Das Papier verliert heute über sieben Prozent und fällt auf 1.898 Euro. Auf Monatssicht summieren sich die Verluste damit auf über zehn Prozent.
Hohe Kosten belasten das Ergebnis
Der Nettogewinn brach im Vergleich zum Vorjahr massiv ein. Lediglich 53 Millionen US-Dollar verdiente Maersk im ersten Quartal. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,16 Milliarden Dollar.
Das operative Ergebnis (EBITDA) übertraf mit 1,8 Milliarden Dollar die Erwartungen. Das Seefracht-Segment kämpft indes mit sinkenden Raten und operativen Verlusten. Starke Zuwächse bei Logistikdienstleistungen und Terminals konnten dies nur teilweise auffangen.
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Die Krise am Roten Meer treibt die Ausgaben. Rund 500 Millionen Dollar kostet die aktuelle Situation den Konzern pro Monat. Maersk plant, diese Belastungen über Zuschläge an die Kunden weiterzureichen.
Investitionen in Flotte und Infrastruktur
Parallel dazu treibt das Management die Modernisierung voran. Acht neue Schiffe mit Dual-Fuel-Antrieb sollen die Flotte verstärken. In Bremerhaven investiert Maersk außerdem rund eine Milliarde Euro in den Kapazitätsausbau. Um die Effizienz zu steigern, plant der Konzern zudem einen Stellenabbau.
Der Vorstand bestätigte die Prognose für das Gesamtjahr. Er rechnet mit einem EBITDA von bis zu sieben Milliarden Dollar. Am Markt für Container-Transporte erwartet Maersk für 2026 ein Wachstum zwischen zwei und vier Prozent.
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