Große Finanzierung, fallender Kurs: Apex Critical Metals hat die erste Juni-Woche mit einem widersprüchlichen Signal beendet. Das Explorationsunternehmen sicherte sich 15 Millionen US-Dollar für sein Rift Rare Earth Project — und verlor gleichzeitig an der Börse weiter an Boden. Am Freitag schloss die Aktie in Europa bei 0,98 €, ein Minus von 4,20 Prozent.

15 Millionen für die Rift-Bohrungen

Am 2. Juni schloss Apex eine Finanzierungsrunde über 15.000.500 US-Dollar ab. Das Geld fließt laut Unternehmensangaben in ein erweitertes Bohrprogramm und weitere Exploration auf dem Rift-Projekt. Der Fokus auf Seltene Erden kommt nicht von ungefähr: Weltweit drängen Regierungen und Industrie in kritische Rohstoffe, um Lieferketten außerhalb Chinas aufzubauen — ein Trend, der auch Apex in die Karten spielen könnte.

Doch der Markt reagierte zunächst anders. Die Aktie verlor auf Wochensicht 8,15 Prozent, auf Monatssicht sogar 28,18 Prozent. Anleger verdauen offenbar die verwässernde Wirkung der Kapitalerhöhung. Der Kurs liegt inzwischen 22,32 Prozent unter der 50-Tage-Linie (1,26 €) und 34,66 Prozent unter der 200-Tage-Linie (1,50 €).

Technisch am Boden — historisch im Plus

Die technischen Signale sind gemischt. Der Relative-Stärke-Index (RSI) ist auf 28,4 gefallen — ein Wert unter 30 gilt in der Charttechnik als überverkauft. Das könnte darauf hindeuten, dass der Ausverkauf an Tempo verliert. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 24,31 Prozent zu Buche.

Gleichzeitig bleibt der längerfristige Blick positiv: Gemessen am Vorjahreszeitraum notiert die Aktie noch 90,49 Prozent im Plus. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief von 0,42 € (Juni 2025) beträgt 136,10 Prozent — auch wenn die Entfernung zum Hoch bei 3,00 € (Oktober 2025) mit minus 67,25 Prozent gewaltig ist.

Der Fokus liegt nun auf der operativen Umsetzung. Sobald die erweiterten Bohrungen am Rift-Projekt beginnen und erste Ergebnisse vorliegen, könnten neue Kursimpulse entstehen. Für das zweite Halbjahr 2026 sind dies die wichtigsten Termine für Anleger.