Die ersten Marktreaktionen auf den Verkaufsstart der neuen iPhone-Generation fallen uneinheitlich aus. Während Apple im deutschen Handel heute kaum bewegt bei 287,45 Euro notiert, sorgen verhaltene Vorbestellzahlen für das iPhone 18 Pro sowie Engpässe in der Fertigungskette für Diskussionen unter Marktteilnehmern. Beobachter sehen vor allem das bevorstehende Debüt des faltbaren Modells als Grund für die Zurückhaltung der Kundschaft.

Zurückhaltender Vorverkaufsstart und technische Engpässe

Laut Einschätzung von GF-Securities-Analyst Jeff Pu verläuft der Vorverkauf des iPhone 18 Pro schleppend. Als Ursachen gelten geringfügige Funktions-Upgrades sowie gestiegene Verkaufspreise. Vor diesem Hintergrund senkte Pu seine Produktionsprognose für das iPhone 18 Pro und das Pro Max bis zum Jahresende auf 72 Millionen Einheiten, was unter anderem auf Fertigungsprobleme bei der variablen Blende zurückzuführen sei.

Auch beim faltbaren iPhone Duo, das ab dem 16. Oktober vorbestellt werden kann, reduzierte der Analyst seine Lieferprognose für das laufende Kalenderjahr von zuvor sieben auf sechs Millionen Geräte. Grund hierfür seien Restriktionen bei der Produktion des Scharniers. Apple selbst hat diese Prognoseanpassungen nicht bestätigt.

Auch Analyst Chatterjee von JPMorgan beobachtete in der ersten Vorbestellwoche ein Absatzniveau, das hinter dem der Vorgängerserie iPhone 17 zurückbleibt. Chatterjee führt diesen Trend darauf zurück, dass viele Kaufinteressenten den Marktstart des faltbaren Modells im Oktober abwarten.

Zweigeteiltes Bild im chinesischen Markt

Auf dem wichtigen chinesischen Markt zeigt sich ein gegensätzliches Bild. Auf Plattformen wie JD.com und Taobao waren Erstkontingente binnen kürzester Zeit vergriffen, was zu deutlichen Preisaufschlägen im Wiederverkaufsmarkt führte.

Gleichzeitig unterbieten Onlinehändler wie Pinduoduo den offiziellen Listenpreis bereits kurz nach dem Start um 900 Yuan, um Kunden anzulocken. Lieferzeiten von elf bis 15 Tagen für die Pro-Modelle fallen in der Region zudem kürzer aus als bei früheren Gerätegenerationen.

Der Marktstart fällt in eine Phase organisatorischer Weichenstellungen: John Ternus führt den Konzern operativ, während Tim Cook den Vorsitz im Verwaltungsrat innehat. Zudem hatte Apple die iPhone-Preise nach dem Produkt-Event vor gut einer Woche angehoben, seither verzeichnete die Aktie ein Plus von 2,2 Prozent.

Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch

Trotz des gedämpften Auftakts halten große Investmenthäuser an ihren positiven Einschätzungen fest.

Die Bank of America bekräftigte ihre Kaufempfehlung, reduzierte das Kursziel jedoch leicht von 380 auf 370 US-Dollar. Mit einem Abschlag von 4,8 Prozent zu seinem 52-Wochen-Hoch bei 301,80 Euro bleibt das Papier im oberen Bewertungsbereich verankert.