Apple Aktie: Kommt jetzt der Absturz?

Die Apple-Aktie verliert an Boden, während Analysten vor Quartalszahlen am 29. Januar 2026 gegensätzliche Positionen zu Margendruck und iPhone-Prognosen einnehmen.

Apple Aktie
Kurz & knapp:
  • Goldman Sachs hält an Kaufempfehlung und Kursziel fest
  • Aletheia warnt vor massiv steigenden Speicherkosten
  • Evercore erwartet überdurchschnittliche iPhone-Umsätze
  • Quartalszahlen am 29. Januar 2026 entscheidend

Die Apple-Aktie steht unter Druck. Mit einem Minus von 6 Prozent seit Jahresbeginn 2026 notiert der Titel aktuell bei 255,53 US-Dollar – weit entfernt von der Euphorie vergangener Quartale. Während einige Analysten die Schwäche als Kaufgelegenheit sehen, warnen andere vor massiven Margenproblemen. Was steckt dahinter?

Goldman Sachs bleibt optimistisch – trotz Gegenwind

Goldman Sachs hält an seiner Kaufempfehlung und dem Kursziel von 320 US-Dollar fest. Die Investmentbank erwartet für das erste Geschäftsquartal 2026 einen Gewinn je Aktie von 2,66 US-Dollar – im Einklang mit dem Konsens. Besonders das iPhone soll glänzen: Die Analysten prognostizieren ein Umsatzplus von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr, getrieben durch ein Wachstum von 5 Prozent bei den Verkaufszahlen – allein in China sollen die Stückzahlen um beeindruckende 26 Prozent steigen.

Auch bei den Preisen sieht Goldman Sachs Spielraum nach oben. Eine Verbesserung um 8 Prozent beim durchschnittlichen Verkaufspreis erscheint realistisch, da Kunden zunehmend zu teureren Modellen greifen. Für die kommenden Quartale setzt die Bank auf neue Impulse: Das iPhone Fold soll im Herbst 2026 debütieren, begleitet von einem Wechsel zu zweijährlichen Produktzyklen und neuen Software-Updates.

Services-Sparte schwächelt – aber nicht überall

Das Wachstum im App Store hat sich deutlich verlangsamt. Im ersten Quartal legte der Umsatz nur noch um 7 Prozent zu. Dennoch rechnet Goldman Sachs mit einem Gesamtwachstum der Services-Sparte von 14 Prozent, gestützt durch starke Performance bei iCloud+, AppleCare+ und Traffic-Akquisitionskosten. Neue Werbeformate im App Store sollen zusätzlichen Rückenwind bringen.

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Evercore sieht Apple über den Erwartungen

Noch optimistischer zeigt sich Evercore ISI. Die Analysten erwarten für das Dezember-Quartal Erlöse von 140,5 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 2,71 US-Dollar je Aktie – deutlich über dem Konsens von 137,4 Milliarden US-Dollar und 2,67 US-Dollar. Das iPhone-Geschäft könnte sogar um 17 Prozent zulegen, weit mehr als die vom Markt erwarteten 11 Prozent.

Kann Apple die hohen Erwartungen erfüllen?

Bei den Margen gibt Evercore allerdings Entwarnung für das laufende Quartal: Dank langfristiger Verträge sei Apple weitgehend gegen steigende Speicherpreise abgesichert. Erst in der zweiten Jahreshälfte 2026 drohe ein leichter Gegenwind.

Aletheia warnt vor Margenkollaps

Ganz anders sieht es Aletheia Capital. Die Analystengruppe senkte ihr Kursziel von 215 auf 205 US-Dollar und hält an ihrer Verkaufsempfehlung fest. Der Grund: explodierende Speicherkosten. Im ersten Quartal 2026 dürften die Kosten für Arbeitsspeicher um das Dreifache steigen – mit weiteren Erhöhungen im zweiten Quartal.

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Besonders drastisch wird es beim iPhone 17: Das Speicher-Budget soll im zweiten Quartal 2026 um 80 bis 100 Prozent sequenziell hochschnellen, gefolgt von einem weiteren Anstieg um 30 bis 40 Prozent im dritten Quartal. Die Folge: Die Materialkosten für das iPhone 17 dürften um 500 bis 600 Basispunkte steigen, was die Bruttomarge um etwa 400 Basispunkte im zweiten und weitere 250 Basispunkte im dritten Quartal drücken könnte.

Hinzu kommt: Apple beschleunigt seine F&E-Ausgaben massiv – um 25 bis 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Schwerpunkt ist der Ausbau der KI-Fähigkeiten, was die operative Profitabilität zusätzlich belasten könnte.

Entscheidung am 29. Januar

Die Zahlen für das Dezember-Quartal werden am 29. Januar 2026 erwartet. Die Spanne der Analystenerwartungen ist enorm: Während die Kursziele zwischen 205 und 350 US-Dollar liegen, zeigt sich am aktuellen KGV von 34,3 bereits die Skepsis vieler Investoren. Mit einem perfekten Piotroski-Score von 9 und einem überkauften RSI-Wert steht Apple fundamental solide da – doch die Frage bleibt, ob dies den hohen Bewertungsaufschlag rechtfertigt.

Die Partnerschaft mit Google Gemini für Siri und die anhaltend starke iPhone-Nachfrage könnten die Zweifel zerstreuen. Oder die Margenprobleme erweisen sich als schwerer als gedacht.

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