Der globale Speicherchip-Engpass trifft die Smartphone-Branche hart — Apple aber profitiert davon. Während Konkurrenten unter steigenden DRAM- und NAND-Preisen leiden, nutzt der iPhone-Hersteller seine Marktmacht und Lieferkettenkontrolle als Hebel für Marktanteilsgewinne.
BNP Paribas sieht Apple als Krisengewinner
BNP-Paribas-Analyst David O’Connor hat Apple auf „Outperform“ hochgestuft und das Kursziel von 260 auf 300 Dollar angehoben. Seine These: Der Speicherpreisanstieg belastet vor allem Hersteller im unteren und mittleren Preissegment. Apple könne dagegen seine Größe und einzigartige Lieferkette nutzen, um iPhone-Marktanteile auszubauen — gekoppelt mit einer anhaltenden Verschiebung hin zu Premium-Geräten.
Die Logik dahinter ist einfach. Günstigere Smartphone-Hersteller haben kaum Spielraum, höhere Speicherkosten aufzufangen. Apple dagegen arbeitet mit deutlich höheren Bruttomargen und hat sich früh im Jahr mit Speicherchips eingedeckt — zu Preisen, die inzwischen noch weiter gestiegen sind. Die Herbst-Produktion des nächsten iPhone-Jahrgangs ist damit gesichert.
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Erstmals Weltmarktführer — zumindest laut Counterpoint
Die Zahlen stützen diese These. Im ersten Quartal 2026 sanken die globalen Smartphone-Lieferungen um 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Apple legte dagegen um 5 Prozent zu und erklomm laut Counterpoint Research erstmals die Spitze mit 21 Prozent Marktanteil. Samsung, Xiaomi, Oppo und Vivo verzeichneten alle rückläufige Lieferungen.
IDC zeichnet ein leicht anderes Bild: Dort führt Samsung noch knapp mit 0,6 Prozentpunkten Marktanteil und rund 1,7 Millionen Einheiten Vorsprung. Einig sind sich beide Forschungshäuser jedoch darin, dass Apple und Samsung die einzigen großen Marken sind, die den Branchenrückgang überkompensieren.
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Besonders auffällig: In China stiegen Apples iPhone-Lieferungen um 20 Prozent — in einem Markt, der insgesamt um 4 Prozent schrumpfte. Huawei und Vivo kamen dort jeweils nur auf 2 Prozent Wachstum.
Quartalszahlen am 30. April
Am 30. April nach US-Börsenschluss legt Apple die Ergebnisse des zweiten Fiskalquartals vor. Investoren werden vor allem auf drei Punkte achten: die Nachfrageentwicklung beim iPhone 17 im saisonal schwächeren Frühjahrsquartal, den Stand der KI-Funktionsadoption und die Investitionspläne für das Gesamtjahr.
Die Apple-Aktie notiert aktuell bei rund 229 Euro und hat in den vergangenen 30 Tagen gut 6 Prozent zugelegt — trotz eines leichten Minus seit Jahresbeginn. Der Markt preist damit bereits einiges an positiver Erwartung ein. Ob die Quartalszahlen diesen Vorschuss rechtfertigen, entscheidet sich am Donnerstagabend.
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