Apple ist gestern im Zuge eines breiten Ausverkaufs von Technologiewerten mit KI-Bezug unter Druck geraten. Medienberichten zufolge belasteten Sorgen über Rechenzentrumsausgaben und mögliche Baustopps für Rechenzentren nach Wahlerfolgen der Demokraten den Markt. Die Apple-Aktie verlor 1,3%.
Apple begrenzt interne KI-Ausgaben
Auch Apples eigene KI-Kosten stehen im Blickpunkt. Reuters berichtete am Mittwoch unter Berufung auf Bloomberg und mit der Angelegenheit vertraute Personen, dass Apple die täglichen KI-Ausgabenbudgets einiger Ingenieure gesenkt habe. Statt 300 $ dürften die betroffenen Mitarbeiter demnach noch 200 $ pro Tag ausgeben; weitere Kürzungen würden erwogen.
Für einige Gruppen außerhalb der Entwicklung galten dem Bericht zufolge Obergrenzen von 100 $. Diese könnten möglicherweise auf 25 $ sinken. Die berichteten Kürzungen betreffen damit sowohl Teile der technischen Belegschaft als auch einzelne andere Mitarbeitergruppen, wobei weitere Einschnitte noch geprüft würden.
Bereits am Montag hatte Apple bei seinem Margenausblick auf höhere Speicherkosten und Ausgaben für Siri AI verwiesen. Für das Dezemberquartal stellte das Unternehmen eine Bruttomarge von 45% bis 46% in Aussicht. Im abgeschlossenen Quartal hatte sie 47,9% betragen.
Wachstum und Lieferfragen nach den Quartalszahlen
Für das vierte Geschäftsquartal 2026 meldete Apple einen Umsatz von 114,5 Milliarden $. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entsprach das einem Zuwachs von 12%. Der verwässerte Gewinn je Aktie erreichte 2,10 $ und lag damit 14% höher.
CEO John Ternus erklärte am Montag gegenüber Reuters, Apple könne nicht vorhersagen, wann das Angebot beim iPhone Duo die Nachfrage decken werde. Ein sehr kleiner Anteil der Geräte sei wegen Displayproblemen zurückgegeben worden; Apple tausche diese aus.
Der Verwaltungsrat beschloss außerdem eine Dividende von 0,27 $ je Aktie. Die Auszahlung ist für den 16. November an die am Stichtag 12. November eingetragenen Aktionäre vorgesehen.
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