Die Aktionäre von Arafura Rare Earths haben den Weg für das Nolans-Projekt freigemacht. Auf der Hauptversammlung im Juli stimmten sie allen Anträgen mit mehr als 90 Prozent zu. Damit ist die erste Bauphase des Vorhabens vollständig durchfinanziert. Das Ziel: eine von China unabhängige Lieferkette für Seltene Erden.
Rückendeckung durch staatliche Geldgeber
Das Unternehmen hat kürzlich eine Kapitalerhöhung über 375 Millionen Australische Dollar abgeschlossen. Parallel dazu holt sich Arafura strategische Schwergewichte an Bord. Die Aktionäre genehmigten die Ausgabe von Aktien an Export Finance Australia und die deutsche KfW. Zusätzlich erhält die National Reconstruction Fund Corporation neue Wandelanleihen.
Jetzt rückt die Bauausführung in den Fokus. Bereits im September 2026 starten die ersten Vorarbeiten auf dem Gelände. Im Schlussquartal folgen dann die großen Erdbewegungen. Arafura baut das Nolans-Projekt zu einem voll integrierten Produzenten aus. Die Anlage soll westliche Industrien künftig direkt mit Neodym und Praseodym versorgen. Beide Rohstoffe sind für Elektromotoren und Windkraftanlagen unverzichtbar.
Kurspotenzial und Analystenblick
Am Aktienmarkt sorgte der Meilenstein am Donnerstag für leichte Gewinne. Das Papier kletterte auf einen Kurs von 0,15 Euro. Damit notiert die Aktie weiterhin knapp 48 Prozent unter ihrem Jahreshoch.
Trotz der Kursschwäche auf Jahressicht zeigen sich Analysten optimistisch. Die Finanzierung für den Baustart ist nun vertraglich fixiert. Institutionelle Beobachter halten daher an einem Kursziel von 0,35 Australischen Dollar fest.
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