Arafura Rare Earths bereitet den entscheidenden Schritt vor. Im September 2026 beginnt der Bau des Nolans-Projekts im australischen Northern Territory. Damit rückt die erste vollständig integrierte Produktion von Seltenerdoxiden des Landes in greifbare Nähe.

Das Unternehmen hat das Ingenieurbüro Hatch als Hauptauftragnehmer verpflichtet. In den kommenden Wochen rollen die ersten Baumaschinen an. Sobald die Anlage unter Volllast läuft, soll sie jährlich rund 4.440 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid liefern. Das entspräche etwa fünf Prozent des weltweiten Bedarfs für Hochleistungsmagnete.

Abnahmeverträge fast vollständig unter Dach und Fach

Kommerziell steht das Projekt auf einem soliden Fundament. Arafura hat bereits 93 Prozent seiner geplanten Abnahmemenge abgesichert. Davon entfallen 79 Prozent auf verbindliche Verträge. Die restlichen 14 Prozent deckt eine Absichtserklärung der Export Finance Australia ab.

Parallel dazu führt das Management Gespräche mit Großkunden wie Hyundai, Kia und Siemens Gamesa. Es geht um die Verlängerung bestehender Fristen für die Abnahmeverträge. Ein neuer Finanzchef leitet seit Juli 2026 die kapitalintensive Bauphase. Das finanzielle Polster ist beachtlich: Durch Kapitalspritzen und Zusagen stehen rund 911 Millionen Australische Dollar bereit.

Chartbild signalisiert Bodenbildung

Trotz der operativen Fortschritte bleibt die Aktie unter Druck. Mit einem Kurs von 0,1240 Euro notiert das Papier fast 60 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Ein relativer Stärkeindex von 31,0 signalisiert allerdings, dass der Titel allmählich die überverkaufte Zone erreicht hat.

Der Fokus liegt nun auf dem September. Dann muss Arafura beweisen, dass die Logistik für den Baustart steht. Ein reibungsloser Auftakt im Northern Territory ist die Voraussetzung, um das Vertrauen des Marktes zurückzugewinnen.