Arafura Rare Earths hat heute den ersten Meilenstein seiner Großfinanzierung erreicht. Das australische Seltene-Erden-Unternehmen schließt die Abwicklung der ersten Tranche seiner institutionellen Kapitalerhöhung ab — und legt gleichzeitig den Prospekt für die Beteiligung von Kleinaktionären vor.
Erste Tranche bringt 175 Millionen australische Dollar
Die erste Tranche der geplanten Gesamtplatzierung über 350 Millionen australische Dollar wird heute abgewickelt. Sie bringt rund 175,5 Millionen australische Dollar ein. Die neuen Aktien wurden zu je 0,26 australischen Dollar ausgegeben — ein Abschlag von 16,1 Prozent auf den letzten Schlusskurs vor der Ankündigung. Ab morgen, Freitag dem 29. Mai, sind die Papiere an der australischen Börse ASX handelbar.
Parallel dazu hat Arafura heute den Prospekt für seinen Share Purchase Plan (SPP) eingereicht. Dieser richtet sich an bestehende Kleinaktionäre und soll weitere 25 Millionen australische Dollar einbringen — ebenfalls zum Preis von 0,26 Dollar je Aktie. Jeder berechtigte Aktionär kann bis zu 30.000 australische Dollar zeichnen.
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Gina Rinehart setzt auf Seltene Erden
Nach Abschluss der gesamten Kapitalmaßnahme soll der Pro-forma-Kassenbestand auf rund 1,341 Milliarden australische Dollar steigen. Großaktionärin Hancock Prospecting, das Unternehmen von Milliardärin Gina Rinehart, beteiligt sich mit rund 85 Millionen australischen Dollar. Ihr Anteil an Arafura steigt damit auf etwa 17,5 Prozent.
Das Eigenkapital aus Platzierung und SPP ergänzt bereits zugesagte Mittel des deutschen Rohstofffonds, von Export Finance Australia sowie der National Reconstruction Fund Corporation. Zusammen sollen diese Quellen den gesamten Eigenkapitalanteil für das Nolans-Projekt im Northern Territory finanzieren — eine Anlage zur Verarbeitung von Seltenen-Erden-Erzen zu Oxiden.
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Zweite Tranche wartet auf Aktionärsvotum
Die zweite Tranche über weitere 174,5 Millionen australische Dollar steht noch aus. Sie bedarf der Zustimmung der Aktionäre auf einer außerordentlichen Hauptversammlung am 2. Juli 2026. Bei Genehmigung soll die Abwicklung am 8. Juli folgen.
Das Geld ist für die Projektentwicklung vor dem geplanten Baubeginn im September 2026 vorgesehen. Arafura will mit dem Nolans-Projekt die globale Nachfrage nach Neodym-Praseodym-Oxid bedienen — einem Schlüsselmaterial für Permanentmagnete in Elektroautos und Windkraftanlagen.
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