Ein Aktionärstreffen im Juni, eine Finanzierungslücke im Offtake und ein Kassenbestand von über einer halben Milliarde australischer Dollar — Arafura Rare Earths steht kurz vor dem entscheidenden Schritt vom Projektentwickler zum Bauherren.
FID noch im zweiten Quartal geplant
Das Management bestätigte im jüngsten Quartalsgespräch mit Investoren: Die finale Investitionsentscheidung (FID) soll noch im laufenden Quartal fallen. Rund vier Monate nach dem grünen Licht würden die Bauarbeiten beginnen. Diese Vorlaufzeit nutzt das Unternehmen für wettbewerbsfähige Ausschreibungen bei kritischen Gewerken wie frühen Erdarbeiten.
Chief Projects Officer Tommie van der Walt betonte, der Projektausführungsplan sei kürzlich abgeschlossen worden. Der Fokus liege jetzt auf Beschaffung und dem Vergabeprozess — mit dem Ziel, den besten kommerziellen Wert für Arafura zu sichern.
Das Unternehmen wartet nicht passiv auf die FID. Es hat bereits ein Camp mit mehr als 200 Zimmern erworben. Hatch wurde als bevorzugter EPCM-Auftragnehmer benannt.
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Aktionärsvotum am 10. Juni
Am 10. Juni 2026 stimmen die Aktionäre über eine geplante Kapitalerhöhung von bis zu 230 Millionen australischen Dollar ab. Dafür sollen rund 937 Millionen neue Aktien ausgegeben werden — zu einem Preis von etwa zehn Prozent unter dem jüngsten Handelsdurchschnitt. Bestehende Aktionäre würden damit erheblich verwässert.
Eine Ablehnung würde das gesamte Finanzierungspaket zu Fall bringen. Alle Bedingungen müssen bis zum 1. Dezember 2026 erfüllt sein, sonst verfallen die Zusagen.
Die deutsche Staatsbank KfW ist strategisch tief eingebunden. Nach Abschluss der Transaktion erhält KfW das Recht, einen Direktor in den Vorstand zu entsenden. Außerdem sichert sie sich Vetorechte über Abnahme- und Projektentwicklungsverträge — ein klares Signal, wie ernst Berlin die Versorgung mit Seltenen Erden nimmt.
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Offtake-Lücke als verbleibendes Hindernis
Die Kreditgeber verlangen bindende Abnahmeverträge für 80 Prozent der geplanten Jahresproduktion. Verträge mit Hyundai, Kia, Siemens Gamesa und dem Rohstoffhändler Traxys bestehen bereits. Trotzdem fehlen noch rund 1.200 Tonnen Neodym-Praseodym-Oxid (NdPr). Verhandlungen mit europäischen Abnehmern über 500 Tonnen laufen.
Rückenwind kommt vom Markt. NdPr-Oxid kostet aktuell rund 120 US-Dollar pro Kilogramm — doppelt so viel wie vor zwölf Monaten. Treiber sind Elektrofahrzeuge, Windkraft und Robotik. China kontrolliert rund 90 Prozent der globalen Verarbeitung Seltener Erden. Westliche Regierungen suchen dringend Alternativen.
Produktion ab 2029 angepeilt
Schließt Arafura die Offtake-Lücke und passiert das Votum im Juni, beginnt der Bau noch in diesem Jahr. Die erste Produktion ist für die zweite Jahreshälfte 2029 geplant. Bei voller Auslastung würde das Nolans-Projekt jährlich 4.440 Tonnen NdPr produzieren — etwa vier Prozent des globalen Angebots.
Die nächsten Wochen entscheiden: Kommen die europäischen Abnahmeverträge zustande und stimmen die Aktionäre zu, rückt der Baustart in greifbare Nähe.
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