Der nächste Schritt der Kapitalmaßnahme ist getan – aber das entscheidende Votum steht noch aus. Arafura Rare Earths hat den Share Purchase Plan für seine Aktionäre geöffnet, nachdem die Prospektunterlagen veröffentlicht wurden. Rund 25 Millionen australische Dollar soll der SPP vor Kosten einwerben, zum gleichen Preis wie die institutionelle Platzierung: 0,260 australische Dollar je neuer Aktie.
Doch die Ausgabe der SPP-Aktien steht unter einem Vorbehalt. Die Aktionäre müssen zustimmen. Das ist kein bloßer Formalakt: Arafura hatte in den vergangenen zwölf Monaten bereits zwei SPPs abgeschlossen. Die Obergrenze von 30.000 australischen Dollar innerhalb eines Jahres greift diesmal nicht mehr unter den üblichen Ausnahmen. Deshalb sind ein Prospekt und ein Votum der Hauptversammlung nötig.
ASX-Waiver schafft Klarheit
Kurz vor SPP-Öffnung hat die ASX eine Ausnahme von Listing Rule 7.3.9 gewährt. Ohne diese Ausnahme hätte ein großer Teil der Aktionäre nicht über die SPP-Resolution abstimmen können – nämlich all jene, die am SPP teilnehmen oder einen materiellen Vorteil daraus ziehen könnten. Der Waiver ist an Bedingungen geknüpft: Stimmen eines möglichen Underwriters müssten ausgeschlossen werden, und teilnehmende Aktionäre dürfen bei einem SPP-Shortfall nicht mitstimmen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Arafura Rare Earths?
Damit ist der Weg für die Abstimmung frei – aber nicht die Zustimmung selbst.
Zweite Tranche als Hebel
Neben dem SPP geht es bei der Aktionärsversammlung um die zweite Tranche der Platzierung. Arafura hatte die Kapitalmaßnahme als rund 350 Millionen australische Dollar schwere Zweitranchen-Platzierung aufgelegt. Auf die erste Tranche entfallen rund 175,5 Millionen, auf die zweite rund 174,5 Millionen – letztere unter Aktionärsvorbehalt. Insgesamt kommen bis zu 1,346 Milliarden neue Aktien auf den Markt.
Eine massive Verwässerung. Der Markt reagiert entsprechend.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Arafura Rare Earths?
Aktie unter Druck
Am Freitag notiert die Arafura-Aktie bei 0,16 Euro, ein Minus von 2,38 Prozent zum Vortag. Auf 30-Tage-Sicht beträgt der Rückgang 24,07 Prozent. Der RSI liegt bei 39,2 – unter der neutralen Marke. Die Anleger haben die Kapitalerhöhung längst eingepreist, die operative Perspektive des Nolans-Projekts tritt dahinter zurück.
Dabei ist Nolans der eigentliche strategische Bezugspunkt. Das Projekt soll Australiens erste vollständig integrierte Ore-to-Oxide-Operation für Seltene Erden werden – mit NdPr-Oxid für Permanentmagnete in E-Autos, Windturbinen und Verteidigungstechnik. Bei voller Kapazität sollen 4 bis 5 Prozent der globalen Nachfrage aus Nolans kommen.
Doch für die kommenden Wochen gilt: Entscheidend ist nicht die Höhe der SPP-Zeichnungen, sondern ob die Aktionäre die zweite Platzierungstranche und die SPP-Beschlüsse mittragen. Erst dann kann Arafura die formale Finanzierung abschließen und den Fokus zurück aufs Projekt lenken.
Arafura Rare Earths-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Arafura Rare Earths-Analyse vom 5. Juni liefert die Antwort:
Die neusten Arafura Rare Earths-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Arafura Rare Earths-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 5. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Arafura Rare Earths: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...


