Der weltweit zweitgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal steht vor einem beispiellosen politischen Angriff. Das französische Unterhaus hat am Freitag für eine Verstaatlichung der französischen Werke des Konzerns gestimmt. Ein dramatischer Schritt, der die Aktie in eine neue Dimension der Unsicherheit katapultieren könnte.
Dabei zeigt sich an der Börse zunächst ein überraschend anderes Bild: Die Aktie erreichte am Freitag mit 37,21 Euro in Madrid und 37,18 Euro in Amsterdam ein 5-Jahres-Hoch. Mit Zugewinnen von 1,56 Prozent in Madrid und 1,45 Prozent in Amsterdam gehörte der Titel zu den stärksten Werten des Tages im IBEX 35 und AEX.
Dekarbonisierung als Brandbeschleuniger
Doch was steckt hinter dem Verstaatlichungsvorstoß? Die französische Nationalversammlung reagiert damit auf den enormen Druck, unter dem die europäische Stahlindustrie steht. Die Dekarbonisierungsstrategie der Europäischen Union zwingt die Betriebe zu massiven Investitionen in neue Produktionsverfahren. Stahlproduktion ist nicht nur extrem energieintensiv, sondern gilt auch als wichtiger Baustein nationaler Wertschöpfungsketten.
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Der Sektor steht unter massivem Preisdruck und könnte prominentes Opfer der grünen Transformationspolitik werden. Paris will offenbar nicht zusehen, wie strategisch wichtige Industriekapazitäten unter dem Kostendruck der Klimapolitik verloren gehen.
Markt ignoriert politisches Risiko
Die Kursreaktion am Freitag legt nahe, dass Anleger das Verstaatlichungsrisiko noch nicht ernst nehmen. In Madrid übertrafen steigende Aktien die fallenden mit 108 zu 79, in Amsterdam mit 54 zu 36. ArcelorMittal war jeweils Spitzenreiter in seinem Index.
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Die Rohstoffmärkte zeigten sich ebenfalls freundlich: Öl für Januar-Lieferung stieg um 1,07 Prozent auf 59,28 Dollar je Barrel, Brent-Öl legte um 0,22 Prozent auf 63,01 Dollar zu. Gold kletterte um 1,04 Prozent auf 4.245,95 Dollar je Feinunze.
Doch wie lange kann diese Gelassenheit anhalten? Eine Verstaatlichung würde die Eigentümerstruktur fundamental verändern und könnte zu erheblichen Bewertungsabschlägen führen. Für internationale Investoren wäre ein solcher Schritt ein alarmierendes Signal über die Verlässlichkeit europäischer Eigentumsrechte in strategischen Industrien.
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