Die Aktie von Argen-X verzeichnete am Montag einen Kursrutsch von 3,3 Prozent auf 670,60 Euro – und wurde damit zum schwächsten Wert im EuroStoxx 50. Das Paradoxe: Gleichzeitig meldete das Biotech-Unternehmen spektakuläre Zahlen. Der Produkt-Umsatz schoss 2025 um 90 Prozent auf 4,15 Milliarden Dollar in die Höhe. Allein im vierten Quartal wurden Erlöse von 1,29 Milliarden Dollar verbucht.
Warum also die negative Reaktion? Die Antwort liegt in den übersteigerten Erwartungen einiger Marktteilnehmer. Trotz des massiven Wachstums verfehlte Argen-X die optimistischsten Prognosen, wie DZ-Bank-Analyst Elmar Kraus feststellt. Die Bären nutzten dies als willkommenen Anlass für Gewinnmitnahmen nach der beeindruckenden Kursrally der vergangenen Monate.
Kassenschlager Vyvgart auf Rekordkurs
Der praktisch gesamte Umsatz stammt vom Blockbuster-Medikament Vyvgart. Der Wirkstoff Efgartigimod Alfa revolutioniert die Behandlung schwerer Autoimmunerkrankungen wie Myasthenia gravis – einer lebensbedrohlichen Muskelschwäche. Mittlerweile befinden sich rund 19.000 Patienten weltweit in Behandlung mit dem Präparat.
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Die jüngste Zulassungserweiterung für chronische inflammatorische demyelinisierende Polyneuropathie zeigt: Vyvgart erschließt kontinuierlich neue Patientengruppen. In Japan ist das Mittel bereits auch für primäre Immunthrombozytopenie zugelassen.
Aggressive Expansionsstrategie für 2026
Argen-X plant für 2026 vier entscheidende Zulassungsstudien-Resultate, die den Weg für weitere Indikationen ebnen sollen. Im ersten Quartal werden die Ergebnisse zur okularen Myasthenia gravis erwartet, im vierten Quartal folgen Daten zur primären ITP-Behandlung.
Besonders ambitioniert: Ende 2026 könnte die Zulassung für Antikörper-negative Myasthenia-gravis-Patienten erfolgen. Damit würde Vyvgart das breiteste Behandlungsspektrum aller Biologika in dieser Indikation erreichen.
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Pipeline-Offensive mit zehn Kandidaten
Parallel treibt das Unternehmen seine Wirkstoff-Pipeline aggressiv voran. Bis Ende 2026 sollen zehn Moleküle in klinischen Studien sein – darunter vier in der entscheidenden Phase 3. Der vielversprechende Kandidat Empasiprubart wird bereits in mehreren registrierungsrelevanten Studien getestet, mit ersten Ergebnissen im vierten Quartal 2026.
Drei komplett neue Moleküle sollen 2026 in Phase-1-Studien starten, darunter ARGX-118 und ARGX-125. Die Vision: Bis 2030 will Argen-X 50.000 Patienten behandeln und zehn zugelassene Indikationen vorweisen.
Kaufgelegenheit oder Warnsignal?
DZ-Bank-Analyst Kraus sieht im Kursrücksetzer eine Einstiegschance. Die fundamentalen Wachstumstreiber bleiben intakt: Vyvgart gewinnt kontinuierlich Marktanteile, die Pipeline verspricht zusätzliche Umsatzströme ab 2027. Die vollständigen Jahreszahlen folgen im Februar 2026 – dann dürfte sich zeigen, ob die Pessimisten oder die Optimisten recht behalten.
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