Die Nachfrage nach KI-Infrastruktur treibt den Chip-Sektor weiter an. Davon profitiert besonders ein europäisches Schwergewicht. ASML baut seine Monopolstellung bei hochmodernen Lithografie-Systemen aus. Das schlägt sich nun deutlich im Aktienkurs nieder.

Am Freitag schloss die Aktie bei 1.350,20 Euro. Damit markierte das Papier ein neues 52-Wochen-Hoch. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 36 Prozent auf der Anzeigetafel. Der Grund für diese Rally liegt im operativen Geschäft. Der ASML-Chef betonte kürzlich die sichere Marktführerschaft bei EUV-Lithografie. Nur mit diesen Maschinen lassen sich modernste KI-Chips fertigen.

Großinvestoren greifen zu

Große Technologiekonzerne investieren massiv in Hardware. Allein Microsoft plant bis 2026 Investitionen von rund 190 Milliarden US-Dollar. Ein erheblicher Teil davon fließt in die Chip-Lieferkette. Das lockt institutionelle Investoren an. Arrowstreet Capital baute zuletzt eine neue Position im Wert von über 500 Millionen Dollar auf.

Analysten reagieren auf diese Entwicklung mit neuen Prognosen:
* Berenberg Bank bestätigt die Kaufempfehlung.
* Erste Group hebt die Gewinnschätzungen für das Geschäftsjahr 2026 an.
* Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 1.504 US-Dollar.

Politischer Rückenwind und Handelsrisiken

Auf politischer Ebene erhält der Sektor eine Atempause. Die Europäische Union verschiebt strenge Regeln für Hochrisiko-KI. Das neue Abkommen greift erst ab Dezember 2027. Die Folge: Unternehmen können ihre KI-Infrastruktur vorerst ungehindert ausbauen.

Dennoch bleiben geopolitische Hürden bestehen. Mögliche US-Exportbeschränkungen in Richtung China belasten die Stimmung im Hintergrund. Parallel dazu stockt der europäische Plan für milliardenschwere KI-Gigafabriken. Die Niederlande verweigern bisher die finanzielle Beteiligung an dem Projekt. Sie verweisen auf hohe Energiekosten und Ineffizienzen.