Ein Bericht über verfehlte Ziele bei OpenAI hat am Dienstag den gesamten Chipsektor unter Druck gesetzt — und ASML traf es trotz starker Quartalszahlen und frischer Analystenkursziele mit voller Wucht.
Achtzehn Tage Rally, dann Gewinnmitnahmen
Der Kursrückgang kam nach einer außergewöhnlichen Aufholjagd. Halbleiterwerte hatten 18 Handelstage in Folge zugelegt — eine der längsten Rallys, die der Sektor je gesehen hat. Als das Wall Street Journal berichtete, OpenAI habe seine Nutzer- und Umsatzziele verfehlt, reichten Zweifel an der kurzfristigen KI-Profitabilität aus, um Gewinne zu liquidieren. Der Nasdaq-100 gab rund ein Prozent nach.
ASML verlor auf Tagesbasis bis zu 4,7 Prozent, erholte sich aber zum Handelsschluss auf ein Minus von 3,3 Prozent. Auf Sieben-Tages-Sicht steht die Aktie mit rund sechs Prozent im Minus, notiert aber immer noch knapp 19 Prozent über dem Jahresanfangsniveau und hat sich gegenüber dem 52-Wochen-Tief von 584,40 Euro mehr als verdoppelt.
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Fundamentaldaten sprechen eine andere Sprache
Der Ausverkauf trifft ein Unternehmen, das operativ kaum Schwäche zeigt. Im ersten Quartal 2026 erzielte ASML einen Nettoumsatz von 8,8 Milliarden Euro — über den erwarteten 8,5 Milliarden. Der Nettogewinn lag bei 2,8 Milliarden Euro und übertraf damit den Konsens um 300 Millionen Euro. Den Jahresausblick hob das Unternehmen auf 36 bis 40 Milliarden Euro an, nach zuvor 34 bis 39 Milliarden.
Hinzu kommen frische Großaufträge: SK Hynix und Samsung Electronics bestellten EUV-Maschinen im Wert von jeweils rund acht Milliarden Dollar. Samsung orderte zusätzlich 50 Lithografieanlagen älterer Bauart — weitere Milliarden an gesichertem Umsatz.
CEO Christophe Fouquet formulierte es klar: Die Nachfrage nach Chips übersteige das Angebot, Kunden beschleunigten ihre Kapazitätserweiterungen für 2026 und darüber hinaus.
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Analysten erhöhen Kursziele, Rückkäufe laufen weiter
Mehrere Großbanken haben ihre Kursziele nach den Q1-Zahlen angehoben. Goldman Sachs setzt 1.570 Euro als Ziel, Deutsche Bank 1.600 Euro — beide mit Kaufempfehlung. RBC Capital geht mit 1.700 Euro noch weiter und verweist auf die starke Nachfrage nach EUV-Technologie.
Das Rückkaufprogramm läuft parallel dazu unbeeindruckt weiter. In der Woche vom 20. bis 24. April erwarb ASML rund 64.000 eigene Aktien für knapp 79,4 Millionen Euro. Das laufende Programm für 2026 bis 2028 umfasst bis zu zwölf Milliarden Euro — im ersten Quartal wurden bereits rund 1,1 Milliarden Euro davon eingesetzt.
Das Kernargument der Bullen bleibt dabei strukturell: Welches KI-Unternehmen auch immer sich im Wettbewerb durchsetzt, es braucht Hochleistungschips — und die werden mit ASMLs EUV-Maschinen produziert. Wer bei OpenAI die Nase vorn hat, ändert daran nichts.
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