ASML Aktie: Auf dem Weg zur Billion?

ASMLs Marktkapitalisierung könnte dank der neuen High-NA-EUV-Lithografie und der starken KI-Nachfrage in den kommenden Jahren auf eine Billion Dollar steigen.

Asml Aktie
Kurz & knapp:
  • High-NA-EUV-Systeme ermöglichen deutlich kleinere Chipstrukturen
  • Starke KI-Nachfrage treibt Bestellungen für EUV-Maschinen
  • Marktkapitalisierung bereits um 89 Prozent gestiegen
  • Dividende für 2025 soll um 17 Prozent erhöht werden

Die Marke von einer Billion Dollar Marktkapitalisierung rückt für ASML näher ins Blickfeld. Analysten diskutieren offen, ob und wann der niederländische Chiphersteller diesen Meilenstein erreichen könnte — und die jüngsten Entwicklungen rund um die High-NA-EUV-Technologie liefern dafür eine konkrete Grundlage.

Neue Maschine, neues Ökosystem

Am 18. März nahm das belgische Forschungszentrum imec ein ASML EXE:5200 High-NA EUV-Lithografiesystem in Empfang — eines von weniger als einem Dutzend solcher Geräte weltweit. Der Wert der Anlage: 400 Millionen Dollar. Vollständig qualifiziert soll das System bis Ende 2026 sein.

Das Gerät ermöglicht Chipstrukturen, die bis zu 66 Prozent kleiner sind als mit bisheriger Technologie — entscheidend für die nächste Generation von KI-Prozessoren und Hochleistungsrechnern. Die Installation bei imec ist Teil einer fünfjährigen strategischen Partnerschaft, die von der EU, der flämischen und der niederländischen Regierung unterstützt wird.

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ASML steht mit dieser Technologie nicht allein. Intel, SK Hynix und Samsung haben bereits eigene High-NA-EUV-Systeme erhalten oder installiert. CEO Christophe Fouquet rechnet damit, dass die Maschinen ab 2027 und 2028 in der Massenproduktion eingesetzt werden — 2026 steht noch im Zeichen der Optimierung gemeinsam mit den Kunden.

Bewertung und Wachstumspfad

ASMLs Marktkapitalisierung lag Mitte März bei rund 527 Milliarden Dollar — ein Anstieg von etwa 89 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bis zur Billion-Dollar-Schwelle ist es noch ein weiter Weg, aber Analysten halten ihn bei anhaltend zweistelligem Gewinnwachstum innerhalb von drei bis fünf Jahren für realistisch.

Das zentrale Risiko liegt dabei weniger im Geschäftsmodell als in der Bewertung. Das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis von 49,3 liegt spürbar über dem Zehn-Jahres-Median von 35,8. Das Forward-KGV von 39,8 zeigt, dass der Markt bereits erhebliches Wachstum einpreist.

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KI als struktureller Rückenwind

Nvidia-CEO Jensen Huang prognostizierte auf der GTC 2026 am 16. März KI-Chipbestellungen von mindestens einer Billion Dollar bis 2027. Amazon, Microsoft, Google und Meta planen für 2026 gemeinsam rund 600 Milliarden Dollar an Investitionsausgaben — ein erheblicher Teil davon fließt in KI-Infrastruktur.

Für ASML bedeutet das wachsende Nachfrage nach EUV-Maschinen mit hohen Margen. Im vierten Quartal 2025 erreichten die Nettobestellungen 13,2 Milliarden Euro, davon 7,4 Milliarden Euro allein für EUV-Systeme. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet ASML einen Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Die Dividende für 2025 soll auf 7,50 Euro je Aktie steigen — ein Plus von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mit jedem weiteren High-NA-EUV-System, das weltweit in Betrieb geht, festigt ASML seine technologische Alleinstellung. Ob der Sprung zur Billion-Dollar-Bewertung in drei oder fünf Jahren gelingt, hängt vor allem davon ab, wie schnell die Hochvolumenproduktion mit den neuen Maschinen tatsächlich Fahrt aufnimmt.

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Diskussion zu Asml

Über Dieter Jaworski 2052 Artikel

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Mein Weg: Von Siemens-Aktien zur professionellen Analyse

Meine Faszination für Finanzen begann früh. Die ersten eigenen Aktien (Siemens-Belegschaftsaktien 1980) weckten mein Interesse. Während meines Elektrotechnikstudiums vertiefte ich mich im Selbststudium in die Analyse von Aktien und Unternehmensdaten. Die Dotcom-Blase um 2000 war eine prägende Erfahrung – der Verlust von 50% des Kapitals verdeutlichte mir schmerzhaft: „Gier frisst Hirn“. Diese Lektion führte zur Entwicklung disziplinierter Strategien im Bereich Value Investing und Momentum.

Parallel zu meiner wachsenden Finanzexpertise war ich 29 Jahre bei Siemens in internationalen Positionen tätig (u.a. Netzplanung, technische Großprojekte, Vertriebsleitung). Diese Zeit verschaffte mir tiefe Einblicke in die Abläufe und Kennzahlen großer Konzerne – ein unschätzbarer Vorteil für die heutige Aktienbewertung. Ich war zudem im Research-Team eines Finanzinstituts und als Gutachter für einen Wirtschaftsverlag tätig.

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