Die niederländische Halbleiterausrüster haben die Erwartungen pulverisiert. Im vierten Quartal 2025 meldete das Unternehmen Rekordaufträge von 13,2 Milliarden Euro – mehr als doppelt so viel wie im Vorquartal und weit über den Analystenschätzungen von 6,32 Milliarden Euro. Der Quartalsumsatz erreichte 9,7 Milliarden Euro, was zum Jahresumsatz von 32,7 Milliarden Euro beitrug – ein Plus von 16 Prozent gegenüber 2024.
Besonders bemerkenswert: Die Bruttomarge lag bei starken 52,2 Prozent, der Nettogewinn bei 2,8 Milliarden Euro. Die Aktie reagierte verhalten positiv und kletterte nachbörslich um 0,27 Prozent auf 1.417,13 Euro.
Was steckt hinter dem Bestellboom?
Die Antwort liegt in der KI-Euphorie. Chipfabrikanten weltweit fahren ihre Investitionen massiv hoch, um die explodierende Nachfrage nach KI-Prozessoren und Arbeitsspeicher zu bedienen. Von den 13,2 Milliarden Euro Neuaufträgen entfielen allein 7,4 Milliarden auf die hochmoderne EUV-Technologie – das Herzstück für die Fertigung modernster Chips.
CEO Christophe Fouquet bringt es auf den Punkt: Kunden zeigen sich deutlich optimistischer bei der Einschätzung der mittelfristigen Marktlage, getrieben von robusteren Erwartungen zur Nachhaltigkeit der KI-Nachfrage. Dieser Stimmungswandel hat einige Abnehmer veranlasst, ihre Kapazitätserweiterungen zu beschleunigen.
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Die geografische Verteilung zeigt ein interessantes Bild: China bleibt mit 36 Prozent der größte Einzelmarkt, gefolgt von Südkorea mit 22 Prozent, den USA mit 17 Prozent und Taiwan mit 13 Prozent. Der Auftragsbestand schwoll bis Ende 2025 auf 38,8 Milliarden Euro an – davon 25,5 Milliarden für EUV-Systeme.
Kursrakete oder Strohfeuer?
Für 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro an – die vorherige Erwartung lag bei bestenfalls stagnierendem Wachstum. CFO Roger betont: „Wir erwarten, dass 2026 ein weiteres Wachstumsjahr wird.“ Die EUV-Sparte soll dabei signifikant zulegen.
Im ersten Quartal 2026 rechnet das Unternehmen mit Erlösen zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Das Servicegeschäft entwickelt sich ebenfalls dynamisch – für Q1 werden 2,4 Milliarden Euro erwartet.
Langfristig wird es noch ambitionierter: Bis 2030 sollen Umsätze zwischen 44 und 60 Milliarden Euro bei Bruttomargen von 56 bis 60 Prozent möglich sein. Die Halbleiterindustrie insgesamt soll die Billionen-Dollar-Marke durchbrechen.
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Nicht alles Gold, was glänzt
Trotz Rekordauftragsbuch gibt es Schattenseiten. Die Lieferkapazitäten bleiben 2026 knapp – eine Begrenzung des Wachstumspotenzials. Das China-Geschäft macht rund 20 Prozent aus und birgt geopolitische Risiken, die jederzeit eskalieren könnten.
Zudem erfordert der rasante technologische Fortschritt kontinuierliche Innovationen. Das Unternehmen investierte bereits 1,3 Milliarden Euro in das KI-Startup Mistral AI, um die KI-getriebene Innovation in der Lithografie voranzutreiben.
Als Zeichen des Vertrauens kündigte der Vorstand ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 12 Milliarden Euro an, das bis Ende 2028 läuft. Die Dividende für 2025 soll auf 7,50 Euro je Aktie steigen – ein Anstieg um 17 Prozent.
Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: KI treibt die Chipindustrie, und der niederländische Ausrüster sitzt am längeren Hebel. Ob die knappen Lieferkapazitäten und geopolitische Spannungen den Höhenflug bremsen werden, bleibt die spannende Frage für 2026.
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