Der niederländische Anlagenbauer ASML katapultierte sich am Montag auf ein neues Rekordhoch von über 1.024 Euro – ein Plus von fast vier Prozent an einem einzigen Tag. Verantwortlich für den Kurssprung: Eine spektakuläre Neubewertung durch Bernstein Research, die das Kursziel von 800 auf 1.300 Euro nach oben schraubte. Das entspricht einem Potenzial von rund 32 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.
Analyst David Dai stufte die Aktie von „Market-Perform“ auf „Outperform“ hoch und erklärte ASML zu seinem Top-Pick für 2026 unter allen europäischen Halbleiteraktien. Seine Begründung: Der Konzern steht am Beginn eines Superzyklus bei DRAM-Speicherchips.
Warum explodiert die Nachfrage nach ASML-Anlagen?
Die drei größten DRAM-Hersteller planen für 2026 einen massiven Kapazitätsausbau – gemeinsam wollen sie bis zu 250.000 Wafer pro Monat zusätzlich produzieren. Gleichzeitig beschleunigen sie den Übergang zur fortschrittlicheren 1c-Technologie. Für ASML bedeutet das ein Festmahl: Die Lithografie-Intensität bei 1c liegt laut Bernstein-Schätzungen bei 28 Prozent, deutlich höher als die 20 bis 24 Prozent bei älteren Fertigungsprozessen.
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Dai rechnet damit, dass ASML überproportional von dieser Entwicklung profitiert. Zudem entspannt sich die Lage bei einem technologischen Risiko: Die befürchtete Migration zu einer 4F²-Struktur, die negative Folgen für den Absatz von EUV-Werkzeugen (Extreme Ultraviolet) hätte, verzögert sich oder wird möglicherweise ganz verworfen. Die Hersteller setzen in der aktuellen Hochkonjunktur auf Produktionssicherheit statt auf Kostensenkung – ein klarer Vorteil für den verstärkten EUV-Einsatz bis Ende des Jahrzehnts.
KI-Boom treibt auch Logic-Geschäft an
Neben dem Memory-Segment sieht Bernstein auch im fortgeschrittenen Logic-Bereich erhebliches Wachstum. Führende Foundries bauen ihre Kapazitäten für modernste Fertigungstechnologien massiv aus, um die explodierende Nachfrage nach KI-Chips zu bedienen. Besonders die 3-Nanometer-Produktion steht im Fokus – diese Technologie weist die höchste Lithografie-Intensität auf und wird in den kommenden zwei Jahren die meisten GPUs und KI-Beschleuniger antreiben.
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Dai hebt seine Gewinnprognose für ASML deutlich an: Er erwartet nun eine durchschnittliche jährliche Wachstumsrate von 18 Prozent zwischen 2025 und 2027 – drei Prozentpunkte mehr als der Konsens. Die Jahre 2026 und 2027 dürften „große Jahre für EUV und für ASML“ werden, so der Analyst.
Bewertung endlich wieder attraktiv?
Ein weiteres Argument für die Hochstufung: Die Aktie handelt derzeit mit einem historisch niedrigen Aufschlag gegenüber anderen Ausrüstern der Halbleiterindustrie. Das Bewertungsmultiplikator liegt bei etwa dem Einfachen des Peer-Durchschnitts – verglichen mit einem historischen Durchschnitt von 1,6. Aus Bernsteins Sicht bietet ASML damit eine seltene Kombination aus beschleunigtem Wachstum und attraktiver Bewertung.
Der Optimismus für ASML strahlte am Montag auch auf den deutschen Branchenkollegen Aixtron aus, dessen Aktie um 4,4 Prozent auf 20,46 Euro kletterte – das höchste Niveau seit August 2024. Aixtron profitiert ebenfalls vom KI-Boom, da seine Anlagen für die Herstellung von Chips benötigt werden, die in stromhungrigen KI-Rechenzentren zum Einsatz kommen.
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