Für den Chipanlagenbauer ASML stehen entscheidende Tage an. Während ein gigantischer Milliardenauftrag aus Südkorea die langfristige Wachstumsfantasie befeuert, droht aus den USA neuer politischer Gegenwind. Ein überparteilicher Gesetzesentwurf aus Washington zielt direkt auf das lukrative China-Geschäft ab und zwingt Investoren zu einer Neubewertung der Risiken.
Neues Gesetz bedroht DUV-Exporte
Der sogenannte MATCH Act sorgt derzeit für spürbare Unruhe am Markt. US-Politiker fordern weitreichende Exportbeschränkungen, die ASML den Verkauf und die Wartung älterer DUV-Lithografiesysteme an chinesische Kunden untersagen könnten. Da China etwa die Hälfte dieser speziellen Anlagen abnimmt, schätzen Analysten von JPMorgan den potenziellen Rückgang beim Gewinn je Aktie auf bis zu zehn Prozent. Die Vorschläge befinden sich allerdings noch in einem frühen Gesetzgebungsstadium und müssten zudem von den Niederlanden mitgetragen werden.
KI-Boom sorgt für volle Auftragsbücher
Abseits der politischen Spannungen floriert das operative Geschäft. Die Nachfrage nach hochmodernen EUV-Anlagen, die für die Produktion von KI-Chips unerlässlich sind, bleibt ungebrochen hoch. Erst Ende März sicherte sich ASML einen Auftrag von SK Hynix im Wert von rund acht Milliarden US-Dollar – die größte jemals öffentlich gemachte Einzelbestellung für diese Technologie. Auch der steigende Wafer-Bedarf von Branchengrößen wie Nvidia stützt die Prognose des Managements, dass 2026 ein deutliches Wachstumsjahr wird.
Dicht gedrängter Terminkalender
Nach einem kurzen Kursrutsch infolge der US-Nachrichten hat sich das Papier zuletzt wieder erholt und verzeichnete auf Wochensicht ein Plus von rund zwölf Prozent. Ob diese Aufwärtsbewegung anhält, entscheidet sich in den kommenden Tagen anhand mehrerer konkreter Unternehmensereignisse:
- 15. April: Veröffentlichung der Quartalszahlen (Q1 2026)
- 15. April (15:00 Uhr MEZ): Investorenkonferenz mit dem Vorstand
- 22. April: Hauptversammlung in Veldhoven
- 24. April: Geplante Dividendenausschüttung von 2,70 Euro
Bei der anstehenden Bilanzvorlage am Mittwoch wird der Fokus der Anleger weniger auf dem reinen Umsatz liegen. Entscheidend ist vielmehr die sogenannte Order Conversion Rate – also die Effizienz, mit der ASML seinen massiven Auftragsbestand von knapp 38,8 Milliarden Euro in ausgelieferte Systeme und verbuchte Erlöse umwandeln kann. Zudem wird der Markt genau auf mögliche Anpassungen der China-Prognose durch das Management achten, um die realen Auswirkungen der US-Gesetzesinitiative bewerten zu können.
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