ASML Aktie: Dividenden-Votum voraus

Auf der Hauptversammlung des Halbleiterausrüsters ASML stehen die finale Gewinnausschüttung und Personalentscheidungen an. Der Konzern meldet zudem starke Quartalszahlen und eine veränderte regionale Umsatzverteilung.

Asml Aktie
Kurz & knapp:
  • Abstimmung über finale Dividende von 2,70 Euro je Aktie
  • Neubesetzung in Vorstand und Aufsichtsrat geplant
  • Umsatzanteil in China sinkt deutlich auf 19 Prozent
  • Aktienrückkäufe im Wert von über einer Milliarde Euro

Am Mittwoch blicken Investoren nach Veldhoven. Auf der Hauptversammlung von ASML stimmen die Aktionäre über weitreichende Personalien und die finale Gewinnausschüttung ab. Die Papiere des niederländischen Ausrüsters notieren im Vorfeld bei rund 1.224 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein sattes Plus von knapp 24 Prozent auf der Anzeigetafel.

Umbau in der Führungsebene

Das Management-Team formiert sich neu. Der Aufsichtsrat will Marco Pieters für vier Jahre zum Chief Technology Officer ernennen. Finanzchef Roger Dassen und Chief Operations Officer Frédéric Schneider-Maunoury stehen zur Wiederwahl. Künftig besteht der Vorstand damit aus sechs Mitgliedern.

Auch im Kontrollgremium gibt es Bewegung. Alexander Everke tritt nicht erneut an und verlässt den Aufsichtsrat. Als Nachfolger nominiert das Unternehmen Benjamin Loh. Der Manager bringt drei Jahrzehnte Branchenerfahrung mit und führte zuletzt ASM International als CEO.

Milliarden für die Aktionäre

Ein zentraler Tagesordnungspunkt ist die finale Dividende. ASML plant eine Gesamtausschüttung von 7,50 Euro je Aktie für das abgelaufene Jahr. Nach drei Vorabzahlungen steht nun die Schlussdividende von 2,70 Euro zur Abstimmung. Das entspricht einer Steigerung von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Parallel dazu treibt der Konzern den Rückkauf eigener Papiere voran. Allein im ersten Quartal erwarb ASML Aktien im Wert von rund 1,1 Milliarden Euro. Eine frische Pflichtmitteilung zeigt das aktuelle Tempo. Mitte April kaufte das Unternehmen an vier Handelstagen weitere Papiere für knapp 84 Millionen Euro zurück.

China-Anteil sinkt spürbar

Das fundamentale Umfeld liefert Rückenwind. Im ersten Quartal übertraf der Umsatz mit 8,8 Milliarden Euro die Markterwartungen deutlich. Der Nettogewinn erreichte 2,8 Milliarden Euro. Das Management hob daraufhin die Jahresprognose auf bis zu 40 Milliarden Euro an.

Ein struktureller Wandel vollzieht sich derweil bei der regionalen Verteilung. Der Umsatzanteil in China fiel im abgelaufenen Quartal auf 19 Prozent, nach 36 Prozent Ende vergangenen Jahres. Finanzchef Dassen betonte, dass das erwartete Wachstum primär aus anderen Regionen stammt. US-Politiker fordern aktuell schärfere Exportkontrollen für DUV-Anlagen.

Am Mittwoch fallen in Veldhoven die formellen Entscheidungen zur Dividende und den Personalien. Charttechnisch präsentiert sich die Aktie im Vorfeld robust. Der Kurs behauptet sich stabil über der 50-Tage-Linie bei 1.198 Euro und hält Tuchfühlung zum Rekordhoch.

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