Starke Quartalszahlen, eine Hauptversammlung und ein Ex-Dividenden-Tag — ASML hat gleich mehrere Katalysatoren in einer einzigen Woche gebündelt. Für Aktionäre wird es eng getaktet.
Q1 übertrifft Erwartungen
Am 15. April meldete der niederländische Lithografie-Spezialist einen Quartalsumsatz von 8,8 Milliarden Euro. Die Bruttomarge erreichte 53,0 Prozent — am oberen Ende der eigenen Prognose. Der Nettogewinn lag bei 2,8 Milliarden Euro, was einem Gewinn je Aktie von 7,15 Euro entspricht.
Begleitet wurden die Zahlen von einer ungewöhnlichen Ankündigung: ASML wird künftig keine spezifischen Auftragseingangs-Daten mehr auf Quartalsbasis veröffentlichen. Das Management begründet den Schritt mit dem Ziel, übermäßige Kursschwankungen zu dämpfen. Marktbeobachter werten dies als Reaktion auf die hohe Volatilität der vergangenen Quartale — die 30-Tage-Volatilität liegt aktuell bei annualisierten 51 Prozent. Die Nachfrage nach Hochleistungs-Lithografiesystemen für KI-Infrastruktur übersteige weiterhin das Angebot, betonte das Management.
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Prognose angehoben, Quartalsziele konkret
Für das Gesamtjahr 2026 hebt ASML die Umsatzerwartung an: Die neue Spanne liegt bei 36 bis 40 Milliarden Euro, nach zuvor 34 bis 39 Milliarden Euro. Treiber sind beschleunigte Kapazitätsausbau-Pläne großer Chip-Hersteller aus den Bereichen Logik und Speicher.
Für das zweite Quartal erwartet das Unternehmen Erlöse zwischen 8,4 und 9,0 Milliarden Euro. Die Bruttomarge soll zwischen 51 und 52 Prozent liegen, das Servicegeschäft rund 2,5 Milliarden Euro beisteuern.
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HV, Dividende und Personalentscheidungen
Am Mittwoch, dem 22. April, findet in Veldhoven die Hauptversammlung statt. Auf der Agenda steht die Erweiterung des Vorstands auf sechs Mitglieder. Neu berufen werden soll Marco Pieters als Chief Technology Officer für vier Jahre. Aktionäre stimmen außerdem über die Wiederwahl von CFO Roger Dassen und COO Frédéric Schneider-Maunoury ab.
Bereits zwei Tage später, am Freitag dem 24. April, notiert die Aktie ex-Dividende. Die Schlussdividende beträgt rund 2,70 Euro je Aktie — Teil einer Gesamtausschüttung von 7,50 Euro für das Geschäftsjahr 2025. Die Auszahlung erfolgt am 5. Mai.
Die Aktie schloss die vergangene Woche bei 1.228,40 Euro und liegt damit seit Jahresbeginn rund 24 Prozent im Plus. Ein Schatten bleibt: Der China-Anteil am Umsatz soll 2026 auf etwa 20 Prozent sinken — nach 33 Prozent im Vorjahr. Auf der Hauptversammlung dürften Exportbeschränkungen das meistdiskutierte Thema sein.
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