Europas wertvollster Technologiekonzern erlebt derzeit einen ungewöhnlichen Spagat. Während am Hauptsitz in Veldhoven über tausend Mitarbeiter gegen geplante Stellenstreichungen protestieren, überbieten sich Analysten mit neuen Kaufempfehlungen. Diese gegensätzlichen Signale sorgen bei Anlegern für Verunsicherung und belasten die Papiere des Anlagenbauers.
Die Hintergründe des Protests
Am Dienstag legten mehr als 1.000 Beschäftigte am niederländischen Hauptsitz während der Mittagspause ihre Arbeit nieder. Auslöser der Proteste ist ein Restrukturierungsplan, der den Abbau von 1.700 Stellen vorsieht. Das entspricht knapp vier Prozent der Belegschaft. Das Management will durch die Streichung von Management-Positionen den Fokus wieder stärker auf die technische Entwicklung legen.
Die Gewerkschaften fordern den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen. Sie verweisen dabei auf den Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro im vergangenen Jahr sowie ein laufendes Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 12 Milliarden Euro. Das Unternehmen hält bislang an den Plänen fest, arbeitet aber an einem Sozialplan für die betroffenen Mitarbeiter.
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Analysten sehen massives Potenzial
Ungeachtet der internen Unruhen zeigt sich die Wall Street äußerst optimistisch. Mehrere Investmentbanken haben ihre Kursziele in dieser Woche deutlich nach oben geschraubt. Bernstein Research rief ein Ziel von 1.971 US-Dollar aus und begründete dies mit stark steigenden Investitionen in die Speicherchip-Produktion. Die Experten erwarten, dass die Auslieferungen von EUV-Lithografiesystemen an DRAM-Kunden bis 2028 deutlich anziehen werden, da Hersteller wie SK Hynix und Micron ihre Kapazitäten schneller als erwartet ausbauen.
Auch die BofA Securities hob ihr Ziel auf 1.598 Euro an und passte die Umsatzschätzungen für die kommenden Jahre nach oben an. TD Cowen bestätigte ebenfalls die Kaufempfehlung und betonte die Schlüsselrolle des Unternehmens bei der Entwicklung künstlicher Intelligenz.
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Marktreaktion und Ausblick
Am Markt überwiegen heute allerdings die kurzfristigen Sorgen um die operative Umsetzung und die Mitarbeitermoral während des Umbaus. Die Aktie gab um 3,70 Prozent auf 1.160,60 Euro nach und rutschte damit unter die vielbeachtete 50-Tage-Linie. Neben den internen Spannungen behalten Investoren auch die geopolitischen Risiken im Blick, da das China-Geschäft zuletzt fast 30 Prozent der Umsätze ausmachte.
In den kommenden Wochen stehen konkrete Termine an, die neue fundamentale Impulse liefern werden. Am 7. April wird die offizielle Antwort der Gewerkschaften auf den Sozialplan erwartet. Eine Woche später, am 14. April, präsentiert das Unternehmen die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2026. Die Hauptversammlung folgt schließlich am 22. April.
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