Am Freitag legte die Aktie von ASML um 3,2 % auf einen Schlusskurs von 1.657,80 € zu. Der Zuwachs war Teil einer breiten Erholung bei den Ausrüstern der Halbleiterindustrie. Vor allem der Optimismus bezüglich weltweiter Investitionen in Künstliche Intelligenz stützte den Sektor. Eine unternehmensspezifische Meldung lag dem Kursanstieg nicht zugrunde.
Zusätzlichen Rückenwind lieferte die freundliche Tendenz an den US-Technologiebörsen. Wie die Nachrichtenagentur AP meldete, gewann der Leitindex Nasdaq nach der Veröffentlichung neuer US-Arbeitsmarktdaten an Boden. Die Arbeitsmarktzahlen dämpften die Inflationssorgen der Anleger merklich.
Geopolitische Debatte um Exportkontrollen
Während die Marktstimmung zum Wochenschluss überwog, bleiben geopolitische Fragestellungen ein zentrales Thema für das Unternehmen. In einem Gespräch mit der Financial Times warnte ASML-Chef Christophe Fouquet vor zu weitreichenden Handelsrestriktionen. Sollten die Beschränkungen gegenüber China zu strikt ausfallen, könnte dies den Aufbau einer eigenständigen heimischen Halbleiterindustrie beschleunigen.
Das Thema beschäftigt auch die Regierungspolitik. Laut der Nachrichtenagentur Reuters thematisierte der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten mögliche US-Exportkontrollen bezüglich ASML im Gespräch mit US-Präsident Donald Trump. Der Bericht berief sich dabei auf Informationen von Bloomberg News.
Rückkaufprogramm und anstehende Quartalszahlen
Parallel dazu setzt der Ausrüster sein laufendes Aktienrückkaufprogramm fort. Bei Transaktionen zwischen dem 21. und 25. September erwarb ASML insgesamt 165.200 eigene Anteile. Für diesen Rückkauf wendete das Unternehmen eine Summe von 248.163.188 € auf.
Derartige Transaktionen verringern die Zahl der frei gehandelten Aktien am Markt. Sie verdeutlichen die anhaltende Kapitaldisziplin des Managements und stärken die Position der verbleibenden Anteilseigner.
Der nächste richtungsweisende Termin für den Konzern steht bereits fest. Am 14. Oktober veröffentlicht ASML die Finanzergebnisse für das dritte Quartal. Nach dem jüngsten Kursgewinn notiert das Papier nur noch 5,2 % unter seinem 52-Wochen-Hoch.
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