ASML bereitet sich auf eine personell erneuerte Führungsstruktur vor. Am 22. April 2026 trifft sich der niederländische Halbleitermaschinenhersteller zur Jahreshauptversammlung in Veldhoven — und die Agenda hat es in sich.
Neue Gesichter im Vorstand
Das Supervisory Board schlägt vor, Marco Pieters als neuen Chief Technology Officer für vier Jahre zu berufen. Pieters übernimmt damit eine Schlüsselrolle in einem Unternehmen, dessen Technologievorsprung bei EUV-Lithografiesystemen als zentraler Wettbewerbsvorteil gilt. Gleichzeitig sollen CFO Roger Dassen und COO Frédéric Schneider-Maunoury wiederbestellt werden — Dassen für vier, Schneider-Maunoury für zwei Jahre. Nach der HV umfasst der Board of Management damit sechs Mitglieder.
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Im Aufsichtsrat gibt es ebenfalls Bewegung. Alexander Everke scheidet aus und steht nicht zur Wiederwahl. Als Nachfolger nominiert das Gremium Benjamin Loh, ehemaliger Vorstandsvorsitzender von ASM International, der mehr als drei Jahrzehnte Erfahrung in der Halbleiter- und Elektronikindustrie mitbringt. Terri Kelly und An Steegen sollen für zwei beziehungsweise vier weitere Jahre im Amt bleiben.
Starke Basis, aber Gegenwind aus China
Finanziell steht ASML solide da. Der Gesamtumsatz 2025 belief sich auf 32,7 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 52,8 Prozent und einem Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro. Das Auftragspolster zum Jahresende betrug 38,8 Milliarden Euro. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro — getragen vor allem durch steigende EUV-Verkäufe und das Servicegeschäft.
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Ein Unsicherheitsfaktor bleibt China: Der Anteil chinesischer Umsätze soll 2026 auf rund 20 Prozent sinken, nachdem er 2025 ungewöhnlich hoch ausgefallen war. Exportbeschränkungen und geopolitische Spannungen belasten die Nachfrageerwartungen, was zuletzt auch auf den Kurs drückte.
Quartalszahlen als nächster Gradmesser
Für das erste Quartal 2026 prognostiziert ASML einen Umsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro. Die Zahlen werden am 15. April veröffentlicht — eine Woche vor der HV. Zudem plant das Unternehmen eine Dividende von 7,50 Euro je Aktie für das Geschäftsjahr 2025, was einem Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Ein laufendes Aktienrückkaufprogramm von bis zu 12 Milliarden Euro soll bis Ende 2028 abgewickelt werden. Die Quartalsergebnisse werden zeigen, ob die Jahresziele trotz des chinesischen Gegenwinds Bestand haben.
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