Starker Auftragseingang trifft auf interne Turbulenzen — so lässt sich die aktuelle Lage bei ASML zusammenfassen. Während institutionelle Investoren ihre Positionen ausbauen, kämpft der Halbleiterausrüster gleichzeitig mit einem Streik, Stellenabbau und einer laufenden Klage in den USA. Am 15. April werden die Quartalszahlen zeigen, wie gut das Unternehmen diese Widersprüche managt.
Rekordauftrag und wachsendes Institutioneninteresse
Formidable Asset Management LLC hat laut Pflichtmitteilung vom 3. April seinen ASML-Anteil um 123,5 % aufgestockt. Der Zeitpunkt ist kein Zufall: Der Chipausrüster hat gerade den größten Einzelauftrag seiner Geschichte verbucht. SK Hynix unterzeichnete einen Vertrag über 7,97 Milliarden Euro für EUV-Systeme (Extreme Ultraviolet Lithography). Dieser Auftrag stützt den Auftragsbestand von 38,8 Milliarden Euro, auf den sich Barclays und JPMorgan in ihren positiven Einschätzungen beziehen — als Puffer gegen kurzfristige Schwankungen.
Das Management hat für 2026 einen Nettoumsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro sowie eine Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent in Aussicht gestellt.
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Streik, Stellenabbau und Klage
Auf der anderen Seite steht erheblicher Gegenwind. Mehr als 1.000 Mitarbeiter am Hauptsitz in Veldhoven legten die Arbeit nieder, um gegen ein Restrukturierungsprogramm zu protestieren. Geplant ist der Abbau von 1.700 Stellen — rund 3,8 Prozent der weltweiten Belegschaft — mit dem Ziel, die Technologie- und IT-Organisationen zu verschlanken.
Zusätzlich hat ein US-Gericht am 3. April entschieden, dass eine Wertpapierbetrugklage gegen ASML und mehrere Führungskräfte weiterverfolgt werden darf. Das Verfahren dürfte die Aufmerksamkeit von Analysten in den kommenden Berichtszyklen auf sich ziehen.
Blick auf den 15. April
Die Q1-Zahlen gelten als erster echter Test, ob die hohe Nachfrage aus dem KI-Infrastrukturbereich die steigenden Betriebskosten und Restrukturierungsaufwendungen kompensieren kann. CEO Christophe Fouquet wird im Earnings Call voraussichtlich Klarheit über den Rollout der High-NA-EUV-Systeme und den Umsatzanerkennungsrhythmus für das restliche Jahr liefern — beides Kernfragen für die Bewertung des Auftragsbestands.
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