JPMorgan hat am Dienstag sein Kursziel für ASML bei 1.515 Euro bestätigt und die Kaufempfehlung bekräftigt — zwei Wochen vor dem mit Spannung erwarteten Q1-Ergebnisbericht am 15. April. Analyst Sandeep Deshpande sieht das Unternehmen weiterhin in einem mehrjährigen Aufwärtszyklus mit Potenzial für deutliche Schätzungserhöhungen bis 2028.
High-NA EUV: Technologischer Meilenstein in Leuven
Hintergrund der Zuversicht ist unter anderem eine bedeutende Entwicklung Mitte März: Das belgische Chip-Forschungszentrum imec hat eine der weltweit weniger als ein Dutzend existierenden ASML EXE:5200 High-NA-EUV-Maschinen in Empfang genommen — zum Preis von rund 400 Millionen Dollar. ASML-CEO Christophe Fouquet bezeichnete die Installation als „wichtigen Schritt in die Ã…ngström-Ära“. Die vollständige Qualifizierung des Systems ist für Q4 2026 geplant.
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Die Technologie ermöglicht Chipstrukturen, die bis zu 66 Prozent kleiner sind als bisher — relevant für schnellere und energieeffizientere KI-Chips. Intel und SK Hynix planen den Einsatz solcher Maschinen für neue KI-Logik- und Hochbandbreiten-Speicherchips ab 2027. Die Installation in Leuven ist Teil einer fünfjährigen strategischen Partnerschaft, die von der EU sowie den flämischen und niederländischen Regierungen unterstützt wird.
Starkes Orderbuch, aber auch Gegenwind
Die fundamentale Basis für den Optimismus ist solide. Im vierten Quartal 2025 erzielte ASML einen Umsatz von 9,7 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 52,2 Prozent. Die Nettoneubestellungen lagen bei 13,2 Milliarden Euro, davon 7,4 Milliarden Euro aus dem EUV-Segment. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet das Unternehmen einen Umsatz zwischen 34 und 39 Milliarden Euro. JPMorgan sieht die größten Schätzungserhöhungen für 2027 und 2028 im zweistelligen Prozentbereich.
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Trotzdem gab es zuletzt Störfeuer. Am 24. März protestierten mehr als 1.000 Mitarbeiter am Hauptsitz in Veldhoven gegen den geplanten Abbau von 1.700 Stellen. Ausgerechnet an demselben Tag meldete SK Hynix eine EUV-Bestellung im Wert von knapp 8 Milliarden Dollar — laut Reuters die größte jemals öffentlich bekannte Einzelbestellung eines ASML-Kunden. Die Aktie verlor in der Vorwoche dennoch 2,4 Prozent.
Am 15. April werden Auftragseingänge, Umsatzmix und der Managementausblick zeigen, ob das Momentum trägt. Dividendenanleger können sich zudem den 24. April vormerken: Dann schüttet ASML 2,70 Euro je Aktie aus.
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