Starke Quartalszahlen und eine deutliche Prognoseanhebung reichen manchmal nicht aus. Bei ASML klaffen operative Stärke und geopolitische Realität aktuell weit auseinander. Ein massiver Einbruch im China-Geschäft und ein verhaltener Ausblick für das zweite Quartal schickten die Papiere des Anlagenbauers auf Talfahrt.
Rekordzahlen und höhere Ausschüttungen
Der niederländische Konzern übertraf im ersten Quartal die Markterwartungen. Der Umsatz kletterte auf 8,8 Milliarden Euro, der Nettogewinn erreichte 2,8 Milliarden Euro. Die Bruttomarge traf exakt das obere Ende der Zielspanne. Für das Gesamtjahr hob das Management die Umsatzprognose auf bis zu 40 Milliarden Euro an.
Aktionäre profitieren von dieser Entwicklung direkt. Die Jahresdividende für das abgelaufene Geschäftsjahr steigt um 17 Prozent auf 7,50 Euro je Aktie. Parallel dazu erwarb das Unternehmen im ersten Quartal eigene Papiere für ein milliardenschweres Volumen zurück.
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Exportkontrollen bremsen das Wachstum
Trotz der starken Eckdaten reagierte der Markt verschnupft und drückte die Aktie um sechs Prozent ins Minus. Der Grund liegt im schrumpfenden China-Geschäft. Der Umsatzanteil der Volksrepublik brach im ersten Quartal von 36 auf lediglich 19 Prozent ein.
Ein überparteilicher Gesetzentwurf in den USA zielt nun darauf ab, ASML auch den Verkauf älterer DUV-Anlagen an chinesische Kunden komplett zu untersagen. Hinzu kommt ein verhaltener Ausblick auf das laufende Geschäft. Die Umsatzprognose für das zweite Quartal blieb mit einem Mittelwert von 8,7 Milliarden Euro unter den Schätzungen der Analysten. Auffällig ist eine weitere Lücke im Bericht: ASML veröffentlichte erstmals keine konkreten Zahlen zum Auftragseingang.
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Historisch günstige Bewertung
Die jüngsten Kursverluste haben die Bewertung der Niederländer spürbar gedrückt. Der historische Aufschlag gegenüber US-Konkurrenten ist auf ein Zehnjahrestief geschmolzen. Gegenüber Applied Materials beträgt die Prämie nur noch 17 Prozent. Im Vergleich zu Lam Research wird die Aktie sogar mit einem leichten Abschlag gehandelt.
Für 2027 plant CEO Christophe Fouquet die Auslieferung von 80 Low-NA-EUV-Systemen. Analysten von Barclays hatten hier auf etwas mehr Volumen spekuliert und werteten den Ausblick als leichte Enttäuschung. Langfristig hält der Vorstand jedoch Kurs und peilt für das Ende des Jahrzehnts einen Jahresumsatz von bis zu 60 Milliarden Euro an.
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