ASML Aktie: MATCH Act verschärft China-Risiko

Ein neues US-Gesetz könnte ASMLs hohe Umsatzanteile in China weiter reduzieren. Das Unternehmen steht vor Quartalszahlen mit soliden Fundamentaldaten, aber politischen Risiken.

Asml Aktie
Kurz & knapp:
  • US-Gesetz zielt auf Exportlücken bei Chipausrüstern
  • China war wichtigster Einzelmarkt im letzten Quartal
  • Solider Auftragsbestand von 38,8 Milliarden Euro
  • Quartalszahlen und Hauptversammlung im April

Ein neues parteiübergreifendes Gesetz im US-Repräsentantenhaus setzt ASML unter Druck — und das ausgerechnet wenige Wochen vor den Quartalszahlen. Der sogenannte MATCH Act zielt direkt auf das China-Geschäft des niederländischen Chipausrüsters.

Was der MATCH Act konkret bedeutet

Der „Multilateral Alignment of Technology Controls on Hardware Act“ soll US-Exportbeschränkungen auf verbündete Lieferanten ausweiten — darunter explizit ASML und das japanische Unternehmen Tokyo Electron. Bislang konnten nicht-amerikanische Anbieter regulatorische Lücken nutzen, um China weiterhin mit Chipfertigungsanlagen zu beliefern. Genau diese Lücken will Washington nun schließen. Eine Senatsversion des Gesetzes soll noch in diesem Monat folgen.

Im Fokus steht vor allem die Immersions-DUV-Lithografie — Technologie, auf die China bei der Chipproduktion angewiesen ist und die ASML in erheblichem Umfang liefert.

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Die Zahlen verdeutlichen das Ausmaß: China war im vierten Quartal 2025 ASMLs größter Einzelmarkt und machte 36 Prozent der Systemumsätze aus. Für das Gesamtjahr 2026 hatte das Unternehmen bereits einen Rückgang auf rund 20 Prozent prognostiziert — gegenüber knapp 30 Prozent in 2025. Der MATCH Act könnte diesen Anteil weiter drücken oder bestimmte Produktkategorien vollständig vom chinesischen Markt ausschließen.

Hinzu kommt ein geopolitisches Risiko: China hat auf frühere Halbleiterbeschränkungen bereits mit Exportkontrollen bei kritischen Rohstoffen reagiert, die für die globale Chipfertigung benötigt werden.

Starkes Auftragsbuch, aber politischer Gegenwind

Fundamental steht ASML solide da. Das Unternehmen schloss 2025 mit einem Auftragsbestand von 38,8 Milliarden Euro ab. Die Frage ist weniger, ob die Nachfrage vorhanden ist, sondern wie schnell dieser Bestand in ausgelieferte Systeme und gebuchte Umsätze umgewandelt werden kann.

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Für das erste Quartal 2026 erwartet ASML einen Nettoumsatz zwischen 8,2 und 8,9 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 51 bis 53 Prozent. Für das Gesamtjahr liegt die Prognose bei 34 bis 39 Milliarden Euro.

Mizuho hat ASML zuletzt herabgestuft und sinkende Umsätze sowie ein stagnierendes Ergebnis je Aktie für 2026 in Aussicht gestellt. Auf TipRanks hingegen stufen elf Analysten die Aktie mit „Kaufen“ ein, das höchste Kursziel liegt bei 1.971 US-Dollar. Der Konsens-Zielkurs liegt bei rund 1.403 Euro.

Drei Termine im April im Blick

Der April wird für ASML-Aktionäre ereignisreich: Am 15. April veröffentlicht das Unternehmen seine Erstquartalszahlen, am 22. April findet die Hauptversammlung in Veldhoven statt, und am 24. April soll die Schlussdividende von 2,70 Euro je Aktie ausgezahlt werden. Angesichts des MATCH Act werden Anleger vor allem die Aussagen des Managements zur China-Strategie und zum Auftragseingang genau unter die Lupe nehmen.

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