Der niederländische Ausrüster ASML hat sich einen der größten Einzelaufträge seiner Geschichte gesichert. Der südkoreanische Speicherchip-Hersteller SK Hynix bestellt Maschinen im Wert von knapp acht Milliarden US-Dollar. Während dieser Deal die langfristigen Umsatzziele untermauert und Anlegern eine deutlich höhere Dividende beschert, sorgt ein interner Stellenabbau gleichzeitig für Unruhe.
KI-Boom treibt Nachfrage
SK Hynix ordert bis Ende 2027 bis zu 30 der teuren EUV-Lithografiesysteme. Die Maschinen sind für die Produktion von hochleistungsfähigen Speicherchips (HBM) vorgesehen, die zwingend für moderne KI-Prozessoren benötigt werden. Dieser einzige Auftrag entspricht rund einem Viertel des für 2025 erwarteten ASML-Jahresumsatzes. Er füllt das ohnehin dicke Auftragsbuch, das Ende des vergangenen Geschäftsjahres bereits bei knapp 39 Milliarden Euro lag, massiv auf.
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Die starke Nachfrage aus Südkorea stützt die mittelfristige Finanzplanung des Konzerns. ASML sieht sich auf Kurs, bis 2030 einen Jahresumsatz zwischen 44 und 60 Milliarden Euro zu erreichen. Aktionäre profitieren sofort von dieser Zuversicht: Die Quartalsdividende steigt kräftig von 1,88 auf 3,1771 US-Dollar je Aktie.
Mehr Dividende, weniger Personal
An der Börse kamen die Nachrichten gut an. Nach einem deutlichen Kursplus am Dienstag notiert das Papier heute bei 1.230,40 Euro und blickt auf einen Jahreszuwachs von beachtlichen 24,5 Prozent. Abseits der positiven Zahlen gibt es intern allerdings Reibungspunkte. Ein laufendes Restrukturierungsprogramm kostet rund 1.700 Arbeitsplätze und führte in den vergangenen Tagen zu Protesten der Belegschaft.
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So urteilen die Analysten
Große Investmentbanken bewerten die operativen Fortschritte positiv, gewichten die kurzfristigen Potenziale jedoch unterschiedlich. Ein zentrales Thema bleibt der erwartete Rückgang des China-Geschäfts von 27 auf etwa 21 Prozent des Gesamtumsatzes im Jahr 2026 aufgrund veränderter Exportdynamiken.
- Bank of America: Einstufung auf „Buy“ mit einem Kursziel von 1.598 Euro. Die Experten verweisen auf den starken, bis 2027 anhaltenden Zyklus bei Speicherchips.
- Morgan Stanley: Votum „Overweight“ mit einem Ziel von 1.400 Euro. Die Analysten warnen vor einem begrenzten Aufwärtspotenzial für 2026, sehen den Umsatz im ersten Quartal 2026 aber am oberen Ende der Unternehmensprognose.
Mit dem SK-Hynix-Großauftrag festigt ASML seine Monopolstellung in der Lieferkette für KI-Hardware. Die garantierte Auslastung durch die südkoreanischen Speicherchip-Produzenten federt die erwarteten prozentualen Einbußen im chinesischen Markt frühzeitig ab und sichert die Auslastung für die kommenden Jahre.
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