Asml Aktie: Modallagen erklärt

ASML meldet Rekordzahlen für 2025, doch die Aktie verliert deutlich. Grund sind Sorgen um das künftige China-Geschäft und Gewinnmitnahmen nach einem starken Lauf.

Asml Aktie
Kurz & knapp:
  • Starker Jahresumsatz und Nettogewinn für 2025
  • Massiver Auftragsbestand von rund 39 Milliarden Euro
  • Dividende steigt um 17 Prozent auf 7,50 Euro
  • Neues Aktienrückkaufprogramm über 12 Milliarden Euro

Obwohl der Chipausrüster ASML einen starken Jahresbericht für 2025 vorgelegt hat, geriet die Aktie am Donnerstag deutlich unter Druck. Ein Minus von über 6 Prozent überraschte viele Marktteilnehmer angesichts voller Auftragsbücher und einer soliden Gewinnentwicklung. Der Grund für den Kursrutsch liegt jedoch weniger in der Vergangenheit, sondern in der Sorge um das künftige China-Geschäft und einer allgemeinen Sektor-Schwäche.

Sektor-Schwäche und China-Normalisierung

Der gestrige Kursverlust auf 1.241,20 Euro zum Handelsschluss erfolgte ohne direkte, unternehmensspezifische Hiobsbotschaft. Vielmehr wurde ASML in Sippenhaft genommen, als die Stimmung im Halbleitersektor nach den Nvidia-Zahlen kippte. Schwerer als die allgemeine Marktstimmung wiegt jedoch die Sensibilität der Investoren bezüglich des Ausblicks für 2026.

Das Management erwartet, dass sich der Umsatzanteil aus China im laufenden Jahr auf etwa 20 Prozent normalisieren wird. Nach einem außergewöhnlich starken Jahr 2025 führen Exportbeschränkungen und der Abbau alter Auftragsbestände zu diesem Rückgang. Da die Aktie bis Anfang 2026 bereits gut gelaufen war, nutzten Anleger das Fehlen neuer, kurzfristiger Kurstreiber für Gewinnmitnahmen. Aktuell notiert das Papier bei 1.234,00 Euro, was einem Rückgang von knapp 4,7 Prozent gegenüber dem 52-Wochen-Hoch entspricht.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Asml?

Das 39-Milliarden-Polster

Fundamental stehen die Niederländer indes robust da. Der Jahresumsatz 2025 kletterte auf 32,7 Milliarden Euro bei einem Nettogewinn von 9,6 Milliarden Euro. Entscheidender für die Zukunft ist jedoch der massive Auftragsbestand: Ende 2025 lagen Bestellungen im Wert von rund 39 Milliarden Euro vor.

Dieses Polster deckt bereits die Mitte der Umsatzprognose für 2026 ab, die ASML zwischen 34 und 39 Milliarden Euro ansetzt. Das Unternehmen rechnet fest damit, dass der Rückgang im China-Geschäft durch eine signifikant steigende Nachfrage nach EUV-Maschinen kompensiert wird. Diese hochkomplexen Systeme sind essenziell für die Produktion modernster KI-Chips, deren Bedarf weltweit ungebrochen wächst.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Asml?

Dividende und Aktienrückkäufe als Signal

Um das Vertrauen in die langfristige Strategie zu unterstreichen, kündigte der Konzern ein neues Aktienrückkaufprogramm über bis zu 12 Milliarden Euro bis Ende 2028 an. Auch die Aktionäre sollen direkt profitieren: Die Dividende für 2025 soll auf 7,50 Euro je Aktie steigen, was einer Anhebung um 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.

Das Jahr 2026 wird für ASML durch das Spannungsfeld zwischen sinkenden China-Umsätzen und dem Hochfahren der KI-getriebenen EUV-Nachfrage geprägt sein. Mit der Einführung der neuen High-NA-EUV-Technologie und einem Rekordauftragsbestand im Rücken zielt das Unternehmen darauf ab, seine Monopolstellung bei Highend-Lithografiesystemen weiter auszubauen und die Margen langfristig zu sichern.

Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 27. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Asml

Asml Jahresrendite