Starke Quartalszahlen, ein frisch erweitertes Rückkaufmandat und eine milliardenschwere KI-Wette — ASML startet mit vollen Händen in die neue Handelswoche. Gleichzeitig drückt der politische Druck auf DUV-Exporte nach China auf die Stimmung.
Aktionäre beschließen Dividende und Rückkauf
Auf der Hauptversammlung am 22. April stimmten die Aktionäre einer Schlussdividende von 2,70 Euro je Aktie zu. Damit beläuft sich die Gesamtdividende für 2025 auf 7,50 Euro je Aktie. Auszahlungstermin ist der 5. Mai 2026.
Parallel dazu erhielt der Vorstand die Ermächtigung, bis zu zehn Prozent des ausgegebenen Aktienkapitals zurückzukaufen. Diese Ermächtigung läuft bis Oktober 2027. Sie ergänzt das bereits laufende Rückkaufprogramm über bis zu 12 Milliarden Euro für den Zeitraum 2026 bis 2028. Im ersten Quartal 2026 kaufte ASML bereits Aktien im Wert von 1,1 Milliarden Euro zurück.
Die Aktie hat von dieser Dynamik profitiert. Seit Jahresbeginn legte sie rund 26 Prozent zu und schloss am Freitag bei 1.240,80 Euro — nur gut vier Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Asml?
Mistral-Partnerschaft liefert erste Ergebnisse
Auf der Hauptversammlung gab CFO Roger Dassen erstmals konkrete Einblicke in die Zusammenarbeit mit dem französischen KI-Unternehmen Mistral AI. ASML hatte als Leadinvestor 1,3 Milliarden Euro in die Series-C-Finanzierungsrunde investiert und hält seither rund elf Prozent an Mistral.
Das Ziel: KI tief in ASMLs Produkte und Abläufe einbetten. Ein erstes Beispiel aus dem Betrieb zeigt, was das bedeutet. Die Diagnose eines Fehlers im Waferstage dauerte früher mehr als zehn Stunden. Mit einem gemeinsam entwickelten Modell sind es jetzt acht Minuten. Dassen übernahm zudem einen Sitz im Strategic Committee von Mistral AI.
Zahlen stark, Margen leicht rückläufig
ASML erzielte im ersten Quartal 2026 einen Umsatz von 8,8 Milliarden Euro bei einer Bruttomarge von 53 Prozent. Der Nettogewinn lag bei 2,8 Milliarden Euro. Den Jahresausblick hob das Unternehmen auf 36 bis 40 Milliarden Euro Umsatz an — ein Plus von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Asml?
Für das zweite Quartal erwartet ASML einen Umsatz zwischen 8,4 und 9,0 Milliarden Euro. Die Bruttomarge soll zwischen 51 und 52 Prozent liegen — ein leichter Rückgang gegenüber dem starken ersten Quartal, der Analysten nach der Ergebnisveröffentlichung bereits beschäftigte.
Exportrisiken bleiben das zentrale Gegengewicht
Chinas Anteil am Umsatz sank von 41 Prozent im Jahr 2024 auf 33 Prozent im Jahr 2025. Für 2026 erwartet ASML einen Anteil von rund 20 Prozent. CFO Dassen argumentiert, dass Lieferbeschränkungen in einer angespannten Versorgungslage anderswo durch höhere Kapazitätsinvestitionen ausgeglichen werden.
Der politische Gegenwind bleibt real. Eine parteiübergreifende Gruppe von US-Abgeordneten hat einen Gesetzentwurf eingebracht, der ASML den Verkauf von DUV-Maschinen an chinesische Chipunternehmen untersagen würde. Der sogenannte MATCH Act muss noch den Kongress passieren — sein weiterer Verlauf bleibt ein wesentlicher Unsicherheitsfaktor für die Aktie.
Die nächsten Quartalszahlen stehen voraussichtlich am 18. Juli 2026 an. Bis dahin dürften wöchentliche Rückkaufmeldungen und neue Nachrichten rund um die DUV-Exportrestriktionen den Kurs bewegen.
Asml-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Asml-Analyse vom 26. April liefert die Antwort:
Die neusten Asml-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Asml-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 26. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Asml: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

