Asml Aktie: Trübung im Aufwind?

Ein US-Gesetzentwurf könnte den Service für bestehende ASML-Anlagen in China verbieten und die letzte Umsatzquelle des Chipmaschinenbauers im Land gefährden.

Asml Aktie
Kurz & knapp:
  • US-Gesetzentwurf verbietet Service für China-Anlagen
  • Chinas Umsatzanteil bei ASML sinkt bereits deutlich
  • ASML-Aktie zeigt sich bislang unbeeindruckt
  • Diplomatischer Druck auf Niederlande und Japan

Die US-Regierung verschärft den Ton im Technologie-Streit mit China. Ein überarbeiteter Gesetzentwurf zielt direkt auf die letzte verbliebene Einnahmequelle von ASML im Reich der Mitte ab. Am 23. April stimmt der Auswärtige Ausschuss des US-Repräsentantenhauses über den sogenannten MATCH Act ab. Das Vorhaben trifft den Anlagenbauer an einer empfindlichen Stelle.

Service-Stopp als schärfste Waffe

Der MATCH Act verbietet den Export von DUV-Lithografiesystemen nach China. Diese Maschinen der älteren Generation nutzen chinesische Hersteller für weniger fortschrittliche Chips. Viel gravierender ist ein anderes Detail. Das Gesetz untersagt auch die Wartung bereits installierter Anlagen.

Chipmaschinen brauchen ständige Kalibrierung und Software-Updates. Ohne diesen Service verfällt die Nutzbarkeit der chinesischen Kapazitäten schrittweise. Betroffen wären laut Entwurf explizit Konzerne wie SMIC, Huawei und YMTC.

Die Bedeutung des chinesischen Marktes für ASML sinkt bereits. Im ersten Quartal fiel der Umsatzanteil Chinas auf 19 Prozent. Im Schlussquartal 2025 lag dieser Wert noch bei 36 Prozent. Das Management rechnete für das laufende Jahr ohnehin nur noch mit einem Anteil von rund einem Fünftel.

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An der Börse zeigt sich ASML bislang unbeeindruckt. Die Aktie notiert aktuell bei 1.241,80 Euro. Damit liegt das Papier seit Jahresbeginn knapp 26 Prozent im Plus. Der Kurs bewegt sich nur rund vier Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch.

Analysten von JPMorgan schätzen den möglichen Gewinnrückgang durch die neuen Regeln auf maximal zehn Prozent. Wegfallende China-Umsätze könnte ASML teilweise durch starkes Wachstum in anderen Regionen ausgleichen.

Politischer Druck auf Verbündete

Ein besonderes Merkmal des Gesetzes ist der diplomatische Hebel. Der MATCH Act räumt Verbündeten wie den Niederlanden und Japan eine Frist von 150 Tagen ein. In dieser Zeit sollen sie eigene, strengere Exportkontrollen vorweisen. Andernfalls handelt Washington unilateral.

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Die Folge: Ein enormer Druck auf die Regierung in Den Haag. Bislang kommentieren weder ASML noch niederländische Regierungsvertreter den Entwurf.

Trotz der politischen Störfeuer wächst das Kerngeschäft rasant. ASML hob kürzlich die Umsatzprognose für 2026 auf bis zu 40 Milliarden Euro an. Besonders das Service-Geschäft außerhalb Chinas legte zuletzt kräftig zu.

Am 23. April entscheidet sich nun der nächste Schritt in Washington. Passiert der Entwurf den Ausschuss, beginnt für ASML und die niederländische Regierung eine entscheidende diplomatische Phase.

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