Die niederländische Chip-Ausrüster-Ikone steht vor einem Nachfrageschub, der selbst optimistische Erwartungen übertrifft. Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) hat am 15. Januar ihre Investitionspläne für 2026 vorgelegt – und die haben es in sich: 52 bis 56 Milliarden Dollar will der weltgrößte Auftragsfertiger in die Expansion stecken. Das entspricht einem satten Plus von 32 Prozent gegenüber den 40,8 Milliarden Dollar aus 2025.
Für ASML bedeutet das vor allem eines: volle Auftragsbücher. Denn TSMC setzt bei seinem Wachstum verstärkt auf die modernsten Chip-Architekturen N3 und N2 – genau jene Technologien, die besonders viele Lithografie-Systeme verschlingen. Die Investmentbank Bernstein SocGen bekräftigte daraufhin ihr „Outperform“-Rating mit einem Kursziel von 1.300 Euro. Analyst David Dai spricht von „großartigen Neuigkeiten für alle Halbleiterausrüster, insbesondere aber für ASML“.
Der entscheidende Unterschied: Lithografie-Intensität
Warum profitiert ASML stärker als die Konkurrenz? Die Antwort liegt in der Technologie-Roadmap von TSMC. Der taiwanische Gigant hebt seinen Anteil für fortgeschrittene Logik-Chips auf 70 bis 80 Prozent an – ein Anstieg gegenüber den 70 Prozent im Vorjahr. Diese hochmodernen Fertigungsprozesse erfordern eine deutlich höhere Lithografie-Intensität als der Durchschnitt der Halbleiterfertigung.
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Konkret schätzt Bernstein die Lithografie-Intensität bei N3 auf etwa 31 Prozent, bei N2 leicht niedriger auf rund 32 Prozent. Zum Vergleich: Im Gesamtmarkt liegt dieser Wert derzeit nur bei 25 Prozent. Das verstärkte N3-Engagement von TSMC wirkt sich somit überproportional positiv auf ASML aus.
30 EUV-Maschinen als Untergrenze?
Die Zahlen werden noch eindrucksvoller, wenn man sie in konkrete Maschinenbestellungen übersetzt. TSMC plant, die Produktionskapazität für N3 und N2 um 120.000 bis 130.000 Wafer pro Monat auszubauen. Da jede 10.000-Wafer-Einheit etwa 2,5 EUV-Maschinen benötigt, könnte TSMC allein 30 Extreme-Ultraviolett-Systeme ordern – eine Zahl, die über den bisherigen Prognosen liegt.
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Bernstein rechnet damit, dass ASMLs Umsatz mit TSMC 2026 um etwa 27 Prozent zulegen könnte. Das liegt deutlich über den Konsensschätzungen, die lediglich 10 Prozent Wachstum einpreisen. Die Analysten sehen hier klares Aufwärtspotenzial für die Aktie, die aktuell bei 1.331,60 Dollar notiert – nahe ihrem 52-Wochen-Hoch von 1.358 Dollar.
Doppelter Schub in Sicht
Der Clou: Das Beste kommt möglicherweise erst noch. TSMC beschleunigt derzeit den Bau neuer Reinräume, um ab 2028 und 2029 die nächste Kapazitätswelle zu bewältigen. Während 2026 das Wachstum bei Advanced-Logic-Ausrüstung bereits bei rund 30 Prozent liegen dürfte, erwarten die Experten eine weitere Beschleunigung, sobald diese Reinräume mit Equipment bestückt werden.
Die Marktkapitalisierung von 524,4 Milliarden Dollar und eine Jahresperformance von knapp 79 Prozent unterstreichen die starke Position des Konzerns. Mit einem Kursziel von 1.528 Dollar sieht Bernstein noch Luft nach oben – rund 15 Prozent über dem aktuellen Niveau.
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