Ein US-iranisches Waffenstillstandsabkommen hat die Chip-Branche diese Woche aufgewühlt — und ASML gehörte zu den größten Gewinnern. Ausgerechnet jetzt, wenige Tage vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen, rückt der niederländische Halbleitermaschinenhersteller wieder in den Mittelpunkt.
Geopolitik als Kurstreiber
Den entscheidenden Impuls lieferte Mittwoch, der 8. April: Präsident Trump verkündete einen zweiwöchigen Waffenstillstand mit dem Iran. Die Märkte reagierten sofort. Der europäische STOXX 600 legte an diesem Tag mehr als drei Prozent zu — den stärksten Tagesgewinn seit über vier Jahren. ASML-Aktien stiegen zwischen 8,9 und 11,8 Prozent.
Der Grund, warum die Nachricht ASML besonders traf: Rund 60 bis 70 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen in Asien. Die Aussicht auf eine Wiedereröffnung der Straße von Hormus — die Iran zuvor geschlossen hatte — bedeutete für asiatische Volkswirtschaften, die unter Energieknappheit litten, eine spürbare Entlastung. Und damit auch für ASMLs wichtigste Kunden.
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Die Erleichterung hielt nicht lange an. Bereits am Donnerstag kehrte Skepsis zurück, als israelische Angriffe auf den Libanon den Iran veranlassten, die Meerenge erneut zu sperren. Die Aktie gab einen Teil der Gewinne ab. Trotzdem schloss ASML die Woche mit einem deutlichen Plus — seit Jahresbeginn liegt das Plus bei rund 27 Prozent, weit vor dem breiten Technologiesektor.
Rückenwind von Analysten und Aktienrückkäufen
Zusätzlich zur geopolitischen Erholung erhöhte TD Cowen sein Kursziel für ASML. Bernstein SocGen Group und BofA Securities zogen ebenfalls nach: Erstere verwies auf Wachstum bei DRAM-Kapazitäten, Letztere auf eine stärkere EUV-Nachfrage sowie höhere Umsatz- und Gewinnschätzungen für 2026 bis 2028.
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Parallel dazu läuft das Aktienrückkaufprogramm planmäßig weiter. Zwischen dem 30. März und dem 3. April kaufte ASML knapp 88.000 eigene Aktien für rund 100 Millionen Euro zurück. Das laufende Programm umfasst bis zu 12 Milliarden Euro für den Zeitraum 2026 bis 2028.
Quartalszahlen als nächster Prüfstein
Am 15. April legt ASML die Ergebnisse für das erste Quartal 2026 vor. Geführt hat das Unternehmen einen Umsatz von 8,2 bis 8,9 Milliarden Euro bei Bruttomargen zwischen 51 und 53 Prozent. Der Auftragsbestand lag zum Jahresende 2025 bei 38,8 Milliarden Euro — eine solide Ausgangsbasis. Konsensschätzungen rechnen für 2026 mit 19 Prozent Umsatz- und 21 Prozent Gewinnwachstum.
Am 24. April folgt dann eine Dividendenzahlung von 2,70 Euro je Aktie — ein Anstieg von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Quartalszahlen werden zeigen, ob Buchungen und Umsatzmix die optimistischen Analystenschätzungen stützen können.
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