Starke Zahlen, eine angehobene Jahresprognose und trotzdem ein Kursverlust von sechs Prozent. Bei ASML klaffen operative Realität und Marktreaktion derzeit weit auseinander. Der niederländische Anlagenbauer dominiert den Markt für modernste Chipmaschinen nach Belieben. Ein Blick unter die Oberfläche offenbart die Gründe für die plötzliche Skepsis der Investoren.
Starker Jahresauftakt reicht nicht
Das erste Quartal 2026 lief für ASML hervorragend. Der Nettoumsatz kletterte auf 8,8 Milliarden Euro. Damit übertraf der Konzern die Markterwartungen deutlich. Auch der Nettogewinn lag mit 2,8 Milliarden Euro über den Prognosen.
Das Management blickt entsprechend optimistisch auf das Gesamtjahr. Die Verantwortlichen hoben die Umsatzprognose auf bis zu 40 Milliarden Euro an. Die Aktionäre profitieren von einer höheren Dividende und einem milliardenschweren Aktienrückkaufprogramm.
Ein Detail trübte die Stimmung. Der Ausblick für das zweite Quartal enttäuschte die Analysten. ASML peilt hier maximal neun Milliarden Euro Umsatz an. Die Börse hatte mehr erwartet.
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Politischer Druck belastet das Geschäft
Ein wesentlicher Grund für die Zurückhaltung liegt in Asien. Der Umsatzanteil mit chinesischen Kunden fiel im ersten Quartal auf 19 Prozent. Im Vorquartal lag dieser Wert noch bei 36 Prozent.
Die US-Politik verschärft den Ton. Ein neuer Gesetzesentwurf namens MATCH Act bedroht das Asiengeschäft weiter. Stimmt der US-Kongress zu, darf ASML künftig nicht einmal mehr ältere DUV-Maschinen nach China liefern. Bisher waren diese Anlagen von den Exportkontrollen ausgenommen.
Ungewohnter Bewertungsabschlag
Diese geopolitischen Risiken hinterlassen Spuren in der Bewertung. Der Markt bewertet ASML aktuell mit einem Abschlag von fünf Prozent gegenüber dem US-Konkurrenten Lam Research. Eine solche Konstellation gab es seit 14 Jahren nicht mehr.
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Auch der Aufschlag zum Rivalen Applied Materials schrumpfte auf 17 Prozent. Das ist der niedrigste Wert seit 2014. JPMorgan-Analyst Sandeep Deshpande hält diese Entwicklung für ungewöhnlich. Er verweist auf die absolute Monopolstellung der Niederländer bei EUV-Lithografiesystemen.
Die US-Konkurrenz lief an der Börse zuletzt deutlich besser. Während ASML im laufenden Jahr rund 36 Prozent zulegte, gewannen die amerikanischen Wettbewerber über 50 Prozent.
Das Management lässt sich von der aktuellen Marktschwäche nicht beirren. CEO Christophe Fouquet sieht eine ungebrochen hohe Nachfrage durch den Ausbau der KI-Infrastruktur. Die Kunden beschleunigen ihre Kapazitätserweiterungen für die kommenden Jahre. Bis 2030 plant ASML einen Jahresumsatz von bis zu 60 Milliarden Euro. Hält der KI-Boom an, rückt diese ambitionierte Zielmarke in greifbare Nähe.
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